smartpad 1&1 Eins wie keins

7. Juli 2010 - 19:02 Uhr

Es gibt genung Häme und Spott über die Spots von 1 und 1 im Internet. Da darf sich jeder gerne seines aussuchen. Ich bin etwas verwundert über die grundsätzliche Strategie von 1&1. Erst stellt sich der nette mann hin und sagt, dass der DSL Anbieter ja jetzt seine Kunden volll ins Herz geschloßen hat und immer ein offenes Ohr für sie hat. Dann kommt Vertrag plötzlich von Vertragen und die neue Offenheit kommt einem sogar fast schon sonderbar vor. Man glaubt es ja kaum. Sollte das Unternehmen auf einmal wirklich ohne Knebelverträge mit schnellem Service und Produkten die für sich selbst so gut sind, das die Kunden von sich aus bei dem Telefonanbieter bleiben? Kaum glaubt man das schiebt der Riese aus Montabauer plötzlich diesen neuen Spot hinterher in dem es um das Smartpad geht.
Zack alles wieder hin was sie vorher versucht haben mir klar zu machen.
Hallo das sind die Mails mit den Guten Ideen und Anregungen. :) Is klar Ihr bekommt täglich grade mal ne hand voll Mails. Ok mit guten Ideen also, das heißt dann der Rest istunglaublich großer Mist von den größten Deppen der Welt unseren Kunden oder was?
OK, man muss ja nicht so hart denken darüber. Selbst wenn man darüber weg sieht wirds ja nicht besser. Also mal angenommen ich gehe davon aus, Boah eh, der hat tatsächlich ne Hand voll mit Vorschlägen von Kunden, also da wird er ja jetzt wohl was vorlesen und sagen dass sie das so toll finden das sie es bald umsetzen.
Wieder daneben. :)

Also nochmal:
Das sind die Mails mit den guten Ideen, aber die interessieren uns nicht. Wir machen lieber ein stück technik das vorher schon niemand haben wollte in ein neues Gehäuse, nennen es etwas anders und tun so als wäre es genauso cool wie ein Appleprodukt. Also wirklich Leute, wenn das der große Wurf ist, mit dem ihr so an eure Kunden denkt, also dann weiß ich es auch nix. Vielleicht ist das ehrlichste an dem Spot ja dann tatsächlich die Tatsache dass sie in dem Spot zugeben, dass sie einen Sch… auf ihre Kunden geben und schön weiter das machen was sie sowieso wollen. Ob das ein gutes Produkt ist oder nicht, ist ihnen völlig egal. Hier nochmal der Spot zum selberlachen:

Durchaus fast spannender ist die Kurzdoku zum Dreh des Spots mit Pepe Danquart. Daran sieht man wieder mal, das selbst ein Oscar einen nicht vor Geldjobs bewahrt. :)

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Besonderer Erste Hilfe Kurs

21. Mai 2010 - 20:32 Uhr

Können Sie sich noch an den Erste Hilfe Kurs für Ihren Füherschein erinnern? Ich bin mir sicher, dass man alles viel leichter und einfacher behalten würde, wenn die Kurse beim Roten Kreuz immer so oder ähnlich aussehen würden.

Viel Spaß :)

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3 von 6000 kommen durch!

26. März 2010 - 10:29 Uhr

Wie so oft für mich hat mich der Werbeblogger mal wieder zu einem spannenden Gedankenexperiment angeregt, welches ich nicht vorenthalten möchte.  :)

Hat ein Unternehmen ein Recht darauf, dass seine Werbung auch aufgenommen wird?  Das wäre die vielleicht etwas ketzerische Frage. Natürlich nicht, sagt man da gleich. Die müssen schon selbst dafür sorgen, dass Sie so interessante Werbung produzieren, dass man sie wahrnimmt.  Am Besten natürlich mit spannenden und witzigen Ideen und so weiter. Aber die Realität sieht ja anders aus. Die Firmen versuchen ja sich möglichst oft ins Gedächtnis zu bringen, mit Bannern,  Pop-ups,  Layern im Net. Prospekten,  Anzeigen, Flyern, Beilagen in Print, mit Plakaten, Postern, Handzetteln in den Straßen und Spots in den Medien. Natürlich auch noch Virals  bei Youtube und vielen vielen anderen manchmal schon fast kranken Ideen.

Viele potentielle Kunden die aber vor ihren Rechnern sitzen und den Werbeblocker im Browser installiert haben bekommen die Werbung, auch wenn sie denn witzig und interessant ist und das Produkt genau zu ihnen passt ja gar nicht mit. Und auch im Alltag blenden wir die Überbombadierung mit Werbebotschaften so gut wir können aus. Natürlich weil man gerne einen Rückzugsraum für sich haben möchte. Am PC noch mehr als im Straßenbild.  Die Einführung des Privatfernsehens in den Achtzigern hat der Werbung aber einen Platz auf Ihrem Sofa zuhause verschafft. also direkt neben ihnen in ihren intimsten Momenten, der Privatheit. Und seit dem denkt die Werbung sie gehört zur Familie, also mindestens.

Laut einer Studie des IMK wird jeder Bundesbürger mit ca 6000 Werbekontakten täglich konfrontiert.  Das schlimme an der Studie, sie ist aus dem Jahre  2004.  Wie sehen da wohl aktuellere Zahlen aus?  Weiter wurde dort gefragt an wieviele Werbekontakte sich denn Passanten in den letzten 24 Stunden noch erinnern können. Mit dem Ergebniss: 3!

3 aus 6000 ist also der Erfolgsfaktor bei Werbung.  Ich bin kein Mathematiker, aber die Chancen dazu zu gehören scheinen mir noch deutlich schlechter als ein Sechser im Lotto.  Vorsichtig liebe Lottoannahmestellen, sollten hier Unternehmen mit lesen, dann rennen die euch bald die Bude ein, einfach weil es effizienter sein kann sein Geld in Lottoscheine an zu legen, als in Werbung.

Wohlgemerkt zum Zeitpunkt der Studie gab es sicherlich noch deutlich weniger Werbung im Internet und viele andere Werbeformen waren auch nur größeren Unternehmen vorbehalten. Heute kosten 5000 Flyer im Druck keine Hundert Euro mehr sind für fast jeden direkt verfügbar und nur noch das Verteilen wird zum Kostenfaktor. Das Drucken und selber Verteilen kann sich aber mittlerweile auch jeder noch so kleine Laden im abgelegensten Winkel leisten.

Ich habe oft das Gefühl als könne sich die Anzahl der Werbekontakte sogar noch verdoppelt haben seit 2004. Der Erfolg eher nicht. Schon lange galt für Briefwerbung, heute sagt man wohl Mailingaktionen, eine Rücklaufquote von 10 Promille schon als sehr gut.  Das bedeutet von 1000 Briefen haben 10 Leute geantwortet, noch nicht gekauft!

Würde für die 5000 Flyer bedeuteten, dass man bis zu 50 potentielle neue Kunden erhält für unter hundert Euro ( Vorlage basteln und selberverteilen jetzt mal nicht als Kosten eingerechnet wie man als Selbstständiger ja oft denken muss)  50 Kunden für 100 Euro bedeutet jeder neue Kunde kostet mich ca 2 EUR. Lässt er also 3 EuR bei mir im Laden spielt er schon was ein. und ab 5 Eur warscheinlich sogar schon Gewinn. Das ist eine durchaus sehr reizvolle Quote.

Allerdings nur, wenn die Potentiellen Kunden nicht bereits völlig abgestumpft sind. Wie sieht es aus mit den anderen 4950 Leuten die da angesprochen werden, ohne dass sie es wollen? Wieviele Kunden könnten dort potentiell denn noch schlummern? Könnte man vielleicht dort sogar mehr Kunden erreichen, wenn man auf die nervtötenden Flyer verzichtet und einfach nur ein Schild mitten unter ihnen aufstellt:  Hier gibt es diese Leistung, Wenn sie diese benötigen kommen Sie vorbei! ?

Da es ein theoretisches Spiel ist kann man die Frage wohl getrost verneinen. Denn man bringt ja sein Schild schon nicht unter die Leute und auch das wäre ja ein Kontakt. Aber eben nur ein allgemeiner Kontakt und kein direkter und persönlicher.  Durch das ständige “Bedrängt werden” hat die Werbung aber nicht wenig dazu beigetragen, dass unsere Bevölkerung immer abgestumpfter und unselbstständiger wird. Hinter jedem Busch lauert jemand der ihnen erklärt wie Ihr Leben noch “easyer” noch “freeer” und mit nochmehr  “Comfort” ausgestattet werden kann. Alle sagen Sie ihnen, dass sie dazu gar nix tun müssen nur zurücklehnen und relaxen. Also nachdem sie den Vertrag unterschrieben haben.  :)

Sonderbar nur, dass das Leben täglich trotzdem eher komplizierter wird durch all diese neuen Möglichkeiten. Und schon aus purem Selbstschutz wird man versuchen sich das irgendwann nicht mehr alles anhören und ansehen zu wollen.  Das wäre vergleichbar mit einem Normalgewichtigen der den ganzen Tag unter Magermodells rumlaufen muss. Irgendwann denket er dann auch, dass er ein Problem hat und nicht die anderen.  Ein sehr perfides Ziel , was Werber da oft, gewollt oder ungewollt, an den Tag legen.

Doch wie kommt man da wieder raus?

Der Werbebranche und den Werbetreibenden täte ganz sicher eine gemeinsame Abrüstungskampagne nicht schlecht.

Also glatter Verzicht auf immer mehr und immer greller, immer bunter und immer aufdringlicher. Also die praktische Kürzung sämtlicher Werbeausgaben um die Hälfte so zu sagen. Problem dabei, es müssten natürlich alle gleichzeitig tun, denn nur dann funktioniert es. Wenn nur einzelne Unternehmen damit beginnen, dann werden diese womöglich tatsächlich nur Marktanteile an den Kontakten verlieren und mehr wird sich nicht tun. Sie würden also die Chancen der Mitbewerber auf einen Platz unter den 3 Kontakten erhöhen, aber die 6000 nicht weniger werden lassen.  So wird das ganze also eher nicht funktionieren. Braucht die Werbeindustrie also auch mal wieder eine richtig schöne und gefährliche Krise? Bisher scheint sie ja noch ganz Glimpflich davon zu kommen.

Vorschläge, wie man sowas auch ohne Crash erreichen könnte, wären hier durchaus willkommen. Einen Vorschlag hätte ich vielleicht gleich selbst.

Wie wäre es wenn Unternehmen Werbefreiezonen sponsoren?

Klingt erstmal widersinnig.  Aber zum Beispiel wäre es doch denkbar, dass ein Unternehmen sich einen Strandclub, oder eine Beachbar, gerade jetzt über Sommer komplett exclusiv sichert. Dann werden weitestgehend alle Logos und Werbung verbannt, die jetzt noch auf Liegestühlen, Bierdeckeln, Gläsern Fußmatten und sonst wo rum liegen. Statt dessen ein kleienr dezenter Aufkleber an der Tür und von mir aus auch noch ein Flyer auf dem Tisch. Diese Werbefreie Zone wird ihnen Gesponsort vom Lieblingsbier, oder wer auch immer so mutig ist.  Ich glaube ernsthaft, dass es in Zukunft darum gehen muss  Menschen wieder echte Freiräume zu schaffen. Wir sind alle darauf angewiesen. Freiräume helfen Menschen, möglichst aktiv, intelligent und motiviert zu sein.  Keine Dauerbedudelung und Überkontaktung, ja sogar Dauerkontrolle können das auf Dauer leisten. Wenn Menschen etwas nicht freiwillig tun, dann werden Sie es irgendwann überhaupt nicht mehr tun. Und sei es auch nur Ihre Cola kaufen, statt die der Konkurenz.

Schaffen Sie Freiräume denn, weniger ist oft mehr!

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Preis für die beste weltweite Werbekampagne

2. Dezember 2009 - 12:05 Uhr

Normalerweise lese ich “Kettenmails” oder alles weitergeleitete nicht mal. Vor ein paar Tagen war darin aber folgende Mail zu finden und ich weiß nicht mehr wirklich wieso, ich hab sie gelesen.

Artikel aus der mexikanischen Tageszeitung “La Jornada”
Mexikanische Gedanken zur Schweinegrippe

Pandemie der Profitg(e)ier

Auf der Erde sterben jedes Jahr 2 Mio. Menschen an der Malaria, die ganz einfach durch ein Moskitonetz geschützt werden könnten. Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert.

Auf der Erde sterben jedes Jahr 2 Mio. Mädchen und Jungen an Durchfallerkrankungen, die mit einer isotonischen Salzlösung im Wert von ca. 25 Cent behandelt werden könnten. Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert.

Die Masern, Lungenentzündungen und andere, mit relativ preiswerten Impfstoffen heilbare Krankheiten rufen jedes Jahr bei fast 10 Mio. Menschen den Tod hervor. Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert.

Aber als vor einigen Jahren die famose “Vogelgrippe” ausbrach, überfluteten uns die globalen Informationssysteme mit Nachrichten. Mengen an Tinte wurden verbraucht und beängstigende Alarmsignale ausgegeben. Eine Epidemie, die gefährlichste von allen!

Eine Pandemie!

Die Rede von der schrecklichen Krankheit der Hühner ging um den Globus. Und trotz alledem, die Vogelgrippe hatte weltweit “nur” 250 Menschen zu beklagen. 250 Menschen in zehn Jahren, das ist ein Mittel von 25 Menschen pro Jahr. Die normale Grippe tötet jährlich weltweit ca. 500.000 Menschen. Eine halbe Million gegen 25 .

Einen Moment mal. Warum wird ein solcher Rummel um die Vogelgrippe veranstaltet?

Etwa weil es hinter diesen Hühnern einen “Hahn” gibt, einen Hahn mit gefährlichen Spornen.

Der transnationale Pharmariese Roche hat von seinem famosen Tamiflu zig Millionen Dosen alleine in den asiatischen Ländern verkauft. Obgleich Tamiflu von zweifelhafter Wirksamkeit ist, hat die britische Regierung 14 Mio. Dosen zur Vorsorge für die Bevölkerung gekauft. Die Vogelgrippe hat Roche und Relenza, den beiden Herstellern der
antiviralen Produkte milliardenschwere Gewinne eingespült.
Zuerst mit den Hühnern, jetzt mit den Schweinen. Ja, jetzt beginnt die Hysterie um die Schweinegrippe. Und alle Nachrichtensender der Erde reden nur noch davon. Jetzt redet
niemand mehr von der ökonomischen Krise, den sich wie Geschwüre ausbreitenden Kriegen oder den Gefolterten von Guantanamo.
Nur die Schweinegrippe, die Grippe der Schweine?

Und ich frage mich, wenn es hinter den Hühnern einen großen Hahn gab, gibt es hinter den Schweinen ein “großes Schwein”?

Was sagt ein Verantwortlicher der Roche dazu: “Wir sind sehr besorgt um diese Epidemie, soviel Leid, darum, werden wir das wundervolle Tamiflu zum Verkauf anbieten.”

Und zu welchem Preis verkaufen sie das wunderbare Tamiflu?
OK, wir haben es gesehen. 50 US$ das Päckchen.
50 US$ für dieses Schächtelchen Tabletten?
Verstehen Sie doch, die Wunder werden teuer bezahlt. Das was ich verstehe ist, dass diese multinationalen Konzerne einen guten Gewinn mit dem Leid der Menschen machen.

Die nordamerikanische Firma Gilead Sciences hält das Patent für Tamiflu.

Der größte Aktionär dieser Firma ist niemand weniger als die verhängnisvolle Person, Donald Rumsfeld, der frühere Verteidigungsminister der US-Administration George W. Bushs, der Urheber des Irak-Krieges. Die Aktionäre von Roche und Relenza reiben sich die Hände, sie sind glücklich über die neuen Millionen-Gewinne mit dem zweifelhaften Tamiflu.

Die wirkliche Pandemie ist die Gier, die enormen Gewinne dieser “Gesundheitssöldner”.

Wir sind nicht gegen die zu treffenden Vorbeugemaßnahmen der einzelnen Staaten.
Aber wenn die Schweinegrippe eine so schreckliche Pandemie ist, wie sie von den Medien angekündigt wurde, wenn die Weltgesundheitsorganisation so besorgt ist, um diese Krankheit, warum wird sie dann nicht zum Weltgesundheitsproblem erklärt und die Herstellung von Generika erlaubt, um sie zu bekämpfen? Das Aufheben der Patente von Roche und Relenza und die kostenlose Verteilung von Generika in allen Ländern, die sie benötigen, besonders in den ärmeren, wäre die beste Lösung.

Übermitteln Sie diese Nachricht nach allen Seiten, so wie es mit Impfstoffen gemacht wird, damit alle diese Seite der Realität dieser “Pandemie” erkennen.

Aus der mexikanischen Tageszeitung “La Jornada”

Der obige Text ist also nicht von mir. Sollte er allerdings der Wahrheit entsprechen müsste man den Strategen die hinter der Vogelgrippe und der Schweinegrippe und den noch kommenden Killerseuchen stehen eigentlich den Preis für die gelungenste Werbekampagne der Welt verleihen. Denn so viel Aufsehen schafft man heute wirklich mit nichts anderem. Das einzige was ich sehr problematisch sehe dabei ist natürlich die Tatsache, dass man dem der einmal Lügt nicht mehr glaubt. Ihr habt jetzt 2 mal Feuer gerufen, ohne dass es wirklich gebrannt hätte. Was erwartet ihr für den Fall das es wirklich mal zu einer Pandemie kommt?

Natürlich steh ich dem Artikel auch kritisch gegenüber und man könnte sagen, es sind nur so wenige an Vogelgrippe gestorben, weil so beherzt eingegriffen wurde. Das ist aber nachweislich Quatsch. Und für die Schweinegrippe gilt das schon gar nicht mehr. Die Schweinegrippeimpfungen kommen doch weitestgehend sowieso viel zu spät. Ein Impfschutz muss ja vorher bestehen, nicht erst wenn die Krankheit schon da ist.  Tamiflu istnatürlich kein Impfstoff, das ist schon klar, sonden hilft die ausgebrochene Krankheit zu heilen. Trotzdem finde ich die Vorgehensweisen der Medien in dem Umgang mit der Schweinegrippe sehr sonderbar. Als es die erste Tote an Schweinegrippe in Deutschland gab, schien es mir fast so, als haben man da sehnsüchtig drauf gewartet. Das die Dame, insgesamt sehr , nenen wir es mal ungesund war und mit ziemlich hoher wahrscheinlichkeit in Ihrem Zustand auch an einem völlig normalen Grippevirus gestorben wäre,  haben nur die allerwenigsten gemeldet. Und wenn dann nur als Nebensatz um ja keine Panik zu schühren.

Es sollte allgemein bekannt sein, was man damit bewirkt, wenn man unter keinen Umständen über etwas reden will, oder wenn man unter keinen Umständen Panik verbreiten will. Man tut es nur um so stärker.

Passend zum Artikel der Mexikaner kam dann letzte Woche, in Wiederholung auf Arte endlich auch mal ein Film, der ähnliche Fragen stellte. Natürlich nur im Kunst und Spartenprogramm arte, aber immerhin.

Roch und die ganze Pharmaindustrie haben in meinen Augen auf alle Fälle einen grandiosen Werbeerfolg zu feiern mit  Vogel und Schweinegrippe. Jetzt nehmt die verdiente Kohle und steckt sie in Malariamittel, z.B.

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Fehler oder doch kalkulierter Affront?

21. Oktober 2009 - 11:57 Uhr

Mir kam da gestern in der S-Bahn ein erschreckender Gedanke, als ich die Wolfstatzen von JW an ihren Kunden sah.

Eventuell unterstelle ich damit auch den Marketingverantwortlichen bei JW zuviel Kreativität, aber kann es sein, dass die ganze Aufregung sehr wohl gewollt und teilweise auch kalkulliert war?

Es kann in einen Unternehmen nur einen Grund geben, wenn man etwas, was so offensichtlich aus dem Ruder läuft, wie es die vielen Reaktionen im Netz zeigen,  einfach nicht zurück nehmen will. (Ok, vielleicht zwei Gründe, aber das die interne Bürokratie zu lange dauert, lasse ich jetzt erstmal weg)

Das Ganze ist durchaus gewollt und volle Absicht!

Wenn man Dawanda mit Jack Wolfskin vergleicht, dann findet man doch zwei sehr unterschiedliche Zielgruppen, oder? Dawanda Käufer sind nicht unbedingt die klassischen JW Kunden. Und umgekehrt genauso. Die Leute die ich gestern mit den Tatzen auf den Jacken und Mützen gesehen habe, die kennen Dawanda nicht mal, da bin ich mir sehr sicher.

Weitere Spekulation, so was schärft natürlich die Kanten einer Marke. Wenn der Wolf auch mal beißt. Wer auf der JW Seite steht, weil er die Klamotten eben toll findet, der kann sich doch nur sagen, dass es richtig ist, was JW gegen die Tatzenfälschermafia macht. Und wenn man Dawandauser vergrault, na ja, da ist nicht viel verloren an den Bastlern und Fricklern, oder?  Zumindest könnte es aus Sicht des Wolfes so sein.

Es ist so ein wenig das selbe Prinzip, wie bei  der leidigen Diskussion ums Stoppschild vor den Kinderpornoseiten. Der erste Aufschrei aus der Stoppschildfraktion auf die Reaktion im Netz war immer, der, dass man aber doch auf jeden Fall was gegen Kinderpornos tun muss und wer gegen ein Stoppschild ist, der ist für die Kinderpornos, oder was?

Was ich damit sagen will, es gibt Dinge, die immer wieder gerne benutzt werden um Stimmungen zu machen und zu schüren.  Eine Schlagzeile nach dem Motto: “Jack Wolfskin geht rechtlich gegen Markenfälscher vor”, wäre ja auch eine klare Aussage für JW gewesen. Wenn es nicht Markenfälscher, sonder Hobbybastler heißt sieht es zwar leicht anders aus, aber für Hardcorekunden ist das im Kern kaum ein Unterschied.  Wer JW nachmacht oder verfälscht, oder nachgemachte, oder verfälschte  JW in den Umlauf bringt wird mit Abmahnung  nicht unter 800 EUR bestraft. Das ist immer noch eine klare Botschaft an die bestehenden Kunden.  Seht her, wir schützen unsere Marke und eure “Individualität”, wenn man die bei einer Massenmarke noch so nennen kann. Aber am Ende geht ja jeder Kunde davon aus, dass er selbst sowieso die schönste Jacke hat und nicht nur einer von vielen tausend Jackenträgern ist. Und selbst wenn ihm das noch bewußt ist, so stärkt das ” sich kümmern” von JW auch ein gewisses Group-In-Gefühl.   So eine Sache kann in einer Berichterstattung also auch als Stärke ausgelegt werden vom Kunden, gerade wenn die angesprochenen Kundenschichten doch eher unterschiedlich sind, wie es Dawanda und JW Kunden wohl sind.

Was mich bestärkt hat in dieser Überlegung, war dass ich beim Werbeblogger gelesen habe, dass man bei Dawanda  bereits seit einigen Wochen  die Situation zu entschärfen versucht und jetzt selbst etwas überrascht war, als trotzdem Dawandahändler abgemahnt wurden. Interview mit Dawanda Chefin bei Werbeblogger.de

Auch das deutet doch darauf hin, dass man sich gar nicht gütlich einigen wollte, weil man bereits andere Ziele hatte, oder?  Kann man also die Zielgruppen der beiden, Dawanda und Jack Wolfskin,  so deutlich trennen, dass diese Aktion auch kalkuliert gewesen sein könnte? Immerhin darf man nicht vergessen welche Welle losgetreten wurde, auch wenn ich davon ausgehe, dass man sich das nicht in der Dimension vorstellen konnte.

Peinlich ist natürlich auch, dass es scheinbar gerade unter den Outdoor Menschen den Hang zum selberbasteln gibt und somit die Solidarität mit Dawanda größer zu sein scheint, als man sich das bei JW vielleicht dachte.  Kann man auch nicht drauf kommen, wenn man Jacken und ähnliches herstellt, dass diese Outdoorleute wirklich ganz prima sind im improvisieren und selbermachen. Wozu würden sie sonst JW Jacken benötigen? Wenn man kalt hat, kann man sich ja als Selberbastler ein Schaf schlachten, oder so.  Ach, Mist ich wollte doch nicht sarkastisch werden! Verzeihung!

Ist nur ein weiteres Gedankenspiel in der ganzen Geschichte. Im Sinne von Vodafone vielleicht, wo man wohl meinte dass einen 500 Blogger nicht stören, wenn man Produkte für 40 Millionen Menschen macht.

Ich vertrete immer noch die Meinung, dass jedes Unternehmen froh sein sollte, wenn jemand anderes Ihre Logos nachmacht und verfälscht. Denn ich halte das für so was wie Fanwear, bzw. eine Hommage ans Orginal und indirekte Werbung. So viel über den Dingen stehen muss man aber erstmal können. Auch viele Possenreißer und Hofnarren wurden geköpft,obwohl sie offiziel die einzigen mit Erlaubnis waren, dem König die Warheit, nur eben lustig verpackt, zu sagen. Aber echte Größe zeigen nur diejenigen, welche über sich selbst lachen können und über diesen Dingen stehen. Gerade wenn es um klein und kleinst Mengen geht und im vorliegenden Fall immer noch nicht klar ist was Katzenpfoten mit Wolfstatzen jetzt wirklich zu tun haben.

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Macht das Logo die Marke?

19. Oktober 2009 - 13:21 Uhr

Kuhaut LogoIch mache mir seit dem Wochenende Gedanken über diesen Vorfall. Wie er bei Werbeblogger.de zu lesen ist. Jack Wolfskin mahnt, wohl wild um sich herum alles ab was eine Tatze auf Kleidung druckt. Was mir dabei durch den Kopf geht, ist die Frage wie hoch ein wirtschaftlicher Schaden wirklich sein kann, wen jemand Logos “faked” und gefakede Logos in den Umlauf bringt? Was ich ganz klar einsehe, ist, eine Kopie des Originals darf es nicht geben. Das machen wirkliche Produktpiraten, die mal schnell ein anderes Logo ins billig selbst produzierte Shirt nähen. Dagegen kann und muss ein Unternehmen natürlich vorgehen. Da versucht jemand unbestritten auf Firmenkosten reich zu werden und macht darüber hinaus, in dem er womöglich minderwertige Ware in Umlauf bringt auch noch den Ruf der Firma kaputt. Aber wie sieht es aus bei Abwandlungen des Logos? Solche die auch direkt erkennbar sind und als Parodie, Satire, oder auch als Hommage an das Unternehmen gedacht sind? Denn eines ist klar, sobald man sich so viele Gedanken über ein Unternehmen macht, dessen Logo man verändert oder in einen neuen Kontext stellt, setzt man sich sehr intensiv auch mit der Marke auseinander. Mehr als Kunden jedenfalls, denen es völlig egal ist, was auf ihrem Shirt eigentlich steht auf alle Fälle. Man hat eine Bindung an das Unternehmen, dass man hier in einen anderen Kontext transferiert. Und oft sind diese Derivate sehr kreativ und meistens lustig. Das heißt, es ist einer Marke gelungen ohne eigenes Zutun ein Lächeln auf das Gesicht eines potentiellen Kunden zu zaubern. Ist es nicht das was aus potentiellen Kunden Käufer macht? Also Schadet man oder Nutzt man dem Unternehmen mit einem Derivat? Im allgemeinen Gebrauch eines solchen Shirts funktioniert die veränderte Aussage oft nur bei den Leuten, welche das Original kennen. Also ein Fall wie er sich vor vielen Jahren mit Langnese, damals noch unter dem alten Logo in Rot und weiß und Blau, aber als flächiges Motiv, nicht als Herz, und dem T-Shirt das den selben Aufbau hatte aber statt Langnese eben drauf stand Leck mich z.B. Kann irgendwer beziffern wie groß der wirtschaftliche Schaden war, der Langnese entstanden ist durch den Verkauf dieses Shirts? Ich bezweifele dass das jemand kann. Im Gengenteil ich würde fast behaupten Langnese hat vom Verkauf dieses Shirts profitiert. Denn man schmunzelte wenn man das Shirt sah und im Sommer bekam man direkt Lust auf Eis. Ich glaube, heute würden viele Unternehmen eine Menge Geld in den Aufbau einer Viralkampagne stecken um annähernd einen ähnlichen Effekt zu erreichen. Soll ich mich als Unternehmen nun gekränkt oder geehrt fühlen wenn mein Logo sogar als Vorlage für Abwandlungen und “Kunst” dient? Die Nutzung des Logos bedeutet doch, zumindest dass es eine gewisse gesellschaftliche Relevanz erreicht hat. Kein Musiker käme wohl ernsthaft auf die Idee, seinen Fans zu verbieten, ihre Poster auf zu hängen, Ihre Frisur nach zu ahmen, und selbst gebastelte Fanartikel zu verbieten. Sicherlich haben Musiker kein Interesse daran, das Ihre Musik getauscht wird, oder das irgendwer massiv Geld an Ihrem Image verdient ohne dass er was dafür abgibt. Da dass aber von der sogenannten Musikindustrie sowieso gemacht wird und nicht vom Musiker selbst kümmert sich dort die Industrie,als das Major Lable um die Abmahnungen. Aber die selbst Musiker sind sich durchaus der Tatsache bewusst, dass die Fans, die sie so verehren eben wichtig sind. Nicht alle sind im Fanartikel basteln so begabt wie die eigenen Agenturen der Plattenfirma, daher sehen sicherlich Fanartikel oft zu fragwürdig „hübsch“ aus. Aber nur die wenigsten Musiker fühlen sich deswegen hintergangen, beleidigt oder abgezockt. Eigentlich fühlt man sich doch eher geehrt. Und sobald der Schriftzug, das Logo und das Konterfei irgendwo auftaucht, macht der Fan doch Werbung für den Musiker. Oft ist es sogar tatsächlich so, dass die T-Shirts erst mal gemacht werden und wenn sich heraus stellt, dass damit richtig Geld zu machen ist, bekommt der Hersteller des Artikels eben eine Lizenz dazu verkauft und der Star umgekehrt seine Beteiligung an den Einnahmen. Aber erst wenn es eine bestimmte Größe erreicht hat. Wäre so etwas auch denkbar für ein Unternehmen? Also man lehnt sich zurück und betrachtet mit Wohlwollen , wenn es Leute gibt die das eigenen Logo “verunstalten” ? Und sobald von diesen Produkten ein Umsatz generiert wird der einen bestimmten Anteil am eigenen Umsatz darstellt, wird der Verkäufer darauf hingewiesen, dass er bitte so und so viel an Lizenzgebühr zahlen solle und dafür aber weiterhin sein tolles Produkt verkaufen kann? Ist das Absurd? Oder wäre das ein sehr entspannter Umgang mit dem eigenen Image? Denn die Frage ist doch, ob eine Abmahnwelle einem Unternehmen wirklich nutzt. Der Imageschaden der durch so was entsteht ist doch seid es Internet und sehr schnelle Kommunikation von Usern untereinander gibt nicht mehr zu verkennen. Selbst wenn das veränderte Logo sehr kritisch dem eigenen Unternehmen gegenüber ist, so macht es doch auch Werbung für das Unternehmen. Wäre es dann nicht sinnvoller eventuell die Kritik anzunehmen und den Grund der Kritik ab zu stellen, so dass sich das Shirt ad absurdum führt, statt mit Gewalt verbieten zu wollen dass so etwas weiter gesagt, oder eben getragen wird? Und wenn so etwas nicht möglich ist, weil das Shirt keine Kritik darstellt um so besser, oder? Im Moment hat Puma nur ein Tier für seinen Marke besetzt, aber wenn es auch für einene Tuna schon asoziativ gilt? Und alles noch ganz unabhängig von der ewigen leidigen Frage, was wirklich schützenswert ist an Logo, Marke und Name. Also kann man einen Farbe für sich schützen lassen? (Man kann wohl, wenn man an Telekom und die Farbe Magenta denkt). Und was ist mit allgemeinen Symbolen, wie Kreisen, Vierecken oder Dreiecken? Oder auch einer aufstrebenden Linie in blauem Quadrat, wie bei der Deutschen Bank?Haben Katzenpfoten jetzt ähnlichkeit mit Wolfspfoten oder nicht? Katzen haben theoretisch ja auch keine Ähnlichkeit mit Wölfen und praktisch vielleicht schon? Wenn man ein Symbol aus der Natur als Symbol für das eigenen unternehmen wählt, kann man das dann überhaupt schützen lassen? Und wer mahnt die Amsel ab, die sich den Nokiaklingelton mittlerweile angeeignet hat, weil sie denkt, dass es immer gut ist ein paar Fremdsprachen zu können? Fragen über Fragen. Eine wichtige Frage ist also ob ein entspannter Umgang von Großkonzernen mit so etwas nicht sogar eher dem Unternehmen helfen würde? Von Puma gibt es mittlerweile Abwandlungenmit dem halben Zoo und bisher habe ich den Eindruck geht man dort eher locker um mit so was. Das macht die Marke alles in allem sympathisch und bei jeder Abwandlung die einem über den Weg läuft denkt man automatisch ans Original. Vielleicht entsteht dem Unternehmen dadurch sogar ein wirtschaftlicher Vorteil? Wer kann das schon genau beziffern. Auf alle Fälle wird kein Geld irgendwelchen Anwälten hinterher geworfen, die dann mit viel Mühe die Marke schützen wollen und sie eigentlich dadurch nur noch mehr beschädigen. Vielleicht ist das auch das Grundproblem, das wir zu viele Abmahnte haben mittlerweile und das Abmahnen längst schon mehr als ein Hobby übereifriger ist. Würde es etwas bringen wenn man einen Fond auflegt mit dem Motto: “Ein Herz für Anwälte” in den man freiwillig spenden kann und Anwälte die bewusst auf Abmahnorgien verzichten aus diesem Topf so zu sagen entschädigt werden für den entstandenen persönlichen Verlust? Also geht die Gefahr für ein Unternehmen wirklich vom falschen Logo aus, oder zerstört ein Anwalt vielmehr von derMarke, wenn er einmal pauschal ab zu mahnen?

Ergänzung:

Wer und wo alles über das JW Desaster berichtet wird stellt Smila´s World sehr schön zusammen.

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Entschuldigung!

24. September 2009 - 16:00 Uhr

Liebe Leser dieses kleinen, leider noch sehr bescheidenen Blogs.  Ich möchte mich entschuldigen, dafür, dass es hier seit Monaten nicht mehr weiter geht. Ich hab da ein paar Zeitprobleme und das hier soll und will ja nur ein Hobby sein.

Kurze Information zum letzten “Versuch”, neuen Stoff zu sammeln für diesen Blog.

Ich hatte mir vorgenommen alles fein säuberlich  zu sammeln was mir so über den Zeitraum von vier Wochen in den Briefkasten gestopft wird.  Also alles abgesehen von der Post natürlich. :)

Leider war der Zeitpunkt nicht besonders gut gewählt. Denn egal wie, vor den Wahlen wäre das ganze einfach nicht repräsentativ.

Mich stört da oft die Materialschlacht. Vorallem sogar die  eher kleinen Zettel.  Ich werfe das ganze Zeug in der Regel weg.  So wie mindestens 95% aller Empfänger. (Eventuell sogar noch deutlich mehr. Bei Blindmailings lag die Erfolgsquote lange Zeit mal im Promillebereich, heißt also von tausend Zetteln führt einer bis zwei zum Erfolg.  Genaue aktuelle Zahlen kenne ich grade nicht. )

Das Problem dabei ist, dass mit dieser Quote trotzdem noch so viel “Gewinn” gemacht wird, dass sich der Rest lohnt. Theoretisch ja ein Argument für die Effektivität dieser Werbung.

Ich kann mir aber nicht helfen, aus ökologischer Sicht, gehört so was verboten. Unzählige Bäume müssen dafür ihr Leben lassen, Drucker müssen an Schwermetalvergiftung sterben und so weiter. Gut fürs Klima ist das sicher auch nicht. Und von den vielen Botschaften, wen und was ich da alles beachten soll noch garnicht gesprochen.

Ich könnte ständig mein nicht vorhandenes Auto verkaufen und meine nicht kaputte Waschmaschine oder Kühlschrank entsorgen. Außerdem hab ich das Gefühl meine Hausverwaltung könnte mich los werden wollen, denn ich hab jede Woche mindestens 5 Zettel im Briefkasten die mir beim Umzug helfen wollen. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt. Aber eins ist sicher. Der ganze Zettelkram hat mich bisher schon so genervt, dass ich auch in dem Fall, das ich einen von diesen Diensten jemals brauche, sicher keinen von den Zettelwerbern nehmen werde. Also aus Werbesicht ein Schuß ins Knie.  Ich denke es wird einigen so gehen, auch wenn mir schon klar ist, dass wohl immer noch genug Leute, denen gerade die Waschmaschine kaputt ging oder ähnliches “froh” sind über die Zettelwirtschaft.

Weiter geht es mit den Werbeblättern der Supermärkte. Die lese ich wiederum, denn man muss ja wissen wo man noch ein paar cent sparen kann beim EK. Umgerechnet ist das zwar meist auch völliger Irrsinn, wegen 3 bis 5 Cent pro Irgendwas ne halbe Stunde länger, bis zu nem anderen laden und wieder zurück zu gehen. Meist ist der Spareffekt schon wieder weg, wenn man in dem Laden noch etwas zusätzlich findet, was man gar nicht gesucht hat. Aber ok, das ist klassische Werbung und ja durchaus noch sehr verständlich. Ich würde sogar fast behaupten wollen, das diese Schweinebauchanzeigeblätter, den Takt in unserem Land vorgeben. Sie bestimmen, wann Herbst ist, nämlich wenn der Laubsauger, oder Laubbläser im Angebot ist. Sie legen fest, wann man Schulsachen kauft, auch wenn die das ganze jahr über womöglich viel billiger im Regal liegen. Und Sie bestimmen ab wann geweihnachtet wird. Darüber hinaus legen Sie alle Hobbys und ihre Zeit fest, vom Reiten bis zum Golfen mittlerweile, vom Angeln bis zum Malen. Alles hat jedes Jahr seine Woche. So wie bis heute jeder weiß das es zweimal im Jahr bei Aldi Rechner gibt. Obwohl ich mittlerweile das Gefühl habe da stehen immer welche rum wenn ich da reinkomme. Das schöne bei diesen Anzeigeblättern funktioniert der “Keine Werbung” Aufkleber auf dem Briefkasten meist sogar weitestgehend. Also wenn ich was für die Umwelt tun wollte könnte ich das mit einem Aufkleber lösen.  Die kleinzettler halten sich da aber eben sowieso nicht dran.

Aus der Sicht einer Werbeagentur sind solche Anzeigenblätter womöglich noch eine Art Cashcow, denn die kann der Printpraktikant setzen und man kann den Unternehmen jede Woche ne Rechnung schreiben. Es ist keine Schöne Arbeit in der Katalogproduktion, aber es sichert das verdammt schicke Büro. Gegen diese kleinen Zettel aber, sollten selbst die Werbeleute was haben.

Sie tragen deutlich zu einer Reizüberflutung ihrer so begehrten Kunden bei. Wenn sie kein 5 Kilo Probepäckchen des neuen Waschmittels mehr mit beilegen, gehen auch sie in so einem Breifkasten einfach unter.  Also muss man sich immer neuere und teurere eigenen Ideen einfallen lassen, die auch nicht unbedingt ökologisch sinnvoller sind.

Ein haptisches Erlebnis muss eben her.

Alternative ist nur, die Finger komplett weg zu lassen vom Briefkasten. Das haben ja viele Unternehmen auch längst getan. Leider aber nicht die Zettelfreaks. Und somit machen Sie den “Markt” für die großen Unternehmen dauerhaft kaputt. Was bleibt sind überfrachtete potentielle Kunden, die der Werbetreibende jetzt an anderer Stelle penetrieren muss. Und tut er es, so macht der Möchtegernkunde immer mehr zu. Ein Teufelskreis.

Nach dem großen Motto, gebt dem Kunden wieder Luft zum Atmen, damit er eure Perlen auch erkennen kann, sollte sich die Werbeindustrie einfach mal für ein halbes Jahr komplett zurück ziehen. :) Einfach mal garnichts machen, alle gemeinsam und die Kunden werden euch anschließend wieder an den Lippen, Bildschirmen und Anzeigen kleben. Nur so ne Idee.

Der ähnliche Effekt wie beim Briefkasten setzt bei mir auch in der Fußgängerzone ein. Ich kann kaum über den Alexanderplatz laufen ohne von mindestens 2  NGOs, 3  Zeitungen und auch noch dem ein oder anderen religiösen “Spinner” oder auch Telefonvertragsdrückerbanden angesprochen zu werden. Bis ich am Bahnhof bin, muss ich schon dreimal die Welt gerettet haben, die Printindustrie und die Journalisten gerettet haben und nebenbei auch noch zu Gott, oder wem auch immer gefunden haben und sämtliche Berliner Obdachlose und die rumänischen “Speakenglishsch” aus dem Elend geholt haben. Dabei wär ich oft schon froh wenn ich einfach nur in ne S-Bahn steigen könnte.

Ist es, als Unternehmen, wirklich so klug, ein Heer von völlig verzweifelten Praktikanten und Studenten dazu zu verpflichten in Drückermethoden, wie Bettler und Obdachlose, neue Abschlüsse zu liefern?

Ich hab für den Alexanderplatz beschloßen mich definitiv nur noch von Punks anschnorren zu lassen, nicht von weltweit agierenden Unternehmen, wie dem WWF, oder auch nur den Maltesern z.B. Auch werd ich mir sicher kein Zeitungsabo anschaffen nur weil mir ein Student am Bein hängt bis in den Bahnhof und jammert, das er seine nicht vorhandenen Familie nicht ernähren kann.

Unternehmen die solche Methoden für sinnvoll halten, weil ja schließlich die Zahl der Abschlüße überzeugen, wenn die Drücker überleben wollen, sollten sich ihrer Sozialen Verantwortung bewußt werden. Und zwar nicht nur die Verantwortung,  gegenüber von Tieren, Kindern, Umwelt, Zeitungen, oder Telefonverträgen, oder gar des Weltfriedens.

Sondern vielleicht auch mal die Verantwortung gegenüber dieser armen Geschöpfe die da tagtäglich auf der Straße rumlungern müssen, in eurem Namen. Den “Besten” ein dauerhaftes Praktikum zu versprechen ist da echt zu wenig, finde ich.  Die Methoden schaden eurem Image mehr als sie nützen auf Dauer. Nicht nur das ihr die Leute ausnutzt. Ihr macht auch den MArkt für die Leute die wirklich auf die Spenden angewiesen sind, wie eben z.B. die Obdachlosen und Drogenabhängigen kaputt. Dann könntet ihr die eigentlich konsequenterweise gleich vor den Bus schubsen. Kommt aber glaube ich auch nicht so gut an für eine Tierschutz, Mesnchenschutz, oder Umweltschutz organisation.

Es beginnt definitiv gerade zu kippen. Ihr macht schon euer sauer aufgebautes Image mit diesen Methoden kaputt. Schnell drüber nachdenken,  während eure Controller noch behaupten alles bestens, jeden Tag mehr Abschlüsse. Aber zu welchem Preis?

Zurück zu meinem Versuch die Werbung aus dem Briefkasten zu sortieren und zu sichten, wie es als Spotter meine Aufgabe ist.Ich werde dasin nächster Zeit erneut versuchen. Es sollte im Oktobereher repräsentativ sein,als jetzt vor den Wahlen.

Apropo Wahlen. Wäre auch ein schönes Thema gewesen. Leider schaff ich das nicht mehr. Ich wollte eigentlich durch die Stadt fahren und auch hier nochmal Fotos von allen Werbeplakaten aller Parteien machen. Sollte jemand wissen wo man die Motive bekommt. Natürlich bei den jeweiligen Parteien, schon klar. Teilweise sogar im Internet zum Download. Da ich aber faul bin suche ich natürlich jemanden, der wirklich alle Motive des Wahlkampfs gesammelt hat. Denn die Motive und Aussagen haben sich ja geändert im Laufe des Wahlkampfs. Ist euch gar nicht aufgefallen? Stimmt war auch schwierig. Aber war so. Wer also alle Parteiwahlwerbung gesammelt hat, sagt mir bitte Bescheid. Da wollte ich noch was schönes drauss machen. :)

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Zielgruppendefinition

14. Mai 2009 - 21:40 Uhr

Ich will mich heute mal nur schriftlich melden.
Demnächst gibt es dann auch wieder Multimediales.

Die kurze Geschichte von der Zielgruppe, oder wie dir zwei kurze Telefonate den Tag versauen können.

Kennt Ihr das? Das Telefon klingelt und eine freundliche Stimme fragt, ob du dich gerne mal von Ihr umfragen lassen würdest.  Ausnahmsweise ist man richtig gut drauf, hat 5 min, und denkt, ach warum nicht?
“Super” freut sie sich die Dame am Telefon. “Es geht um Musik!”
“Super”, freu ich mich und denke, na wenigstens is es auch mal wieder was witziges, was spannendes und was zum Spielen.  :)
Schon beginnt die Fragerei:

“Sind sie zwischen 14 und 29 Jahren alt?”
“Öhhh?, neeeee!”
“Echt nicht? Ach wie schade,  dann können sie gar nicht mit machen bei unserer Umfrage. Gibt es sonst jemanden  in Ihrem Haushalt in dem Alter?”
“Öhhh?, neeeee!”
“Ja?, das ist ja schade! Kann man nix machen. Trotzdem schönen Tag noch.”

Na toll, kaum ist man älter als 30 hat man keine Ahnung, kein Gefühl mehr für alles was “in” ist und wohl auch kein Interesse mehr an Musik wie mir scheint. Ok, werd ich wohl damit leben müssen.

Wenige Stunden später ein erneuter Anruf. Diesmal ein gezielter Werbeanruf.

“Hier ist der Malteser Hilfsdienst und wir würden Ihnen heute gerne unser Notruftelefon vorstellen für Zuhause! Sind sie denn schon Senior, oder mindestens 65Jahre?”
“Öhhh?, neeeee!”
“Ach?  Schade, und sind sie dann vielleicht krank oder andersweitig hilfsbedürftig?”
“Öhhh?,neeeee!”
“Ach? Das tut mir aber leid, schönen Tag wünsch ich Ihnen noch.”

Es gab mal eine Zeit in der ich mich ein wenig drauf gefreut habe endlich aus der “Werberelevanten Zielgruppe” der 14 – 49 Jährigen heraus zu fallen. Hätte Herr Thoma diese Zielgruppe damals nicht einfach mal erfunden um die Quoten seines RTL Senders zu schönen für die Werbeindustrie, hätte mich wohl nie jemand so eindeutig in Schubladen ordnen können. Wie gesagt, Ich hab mich mal ne Zeit lang darauf gefreut, da endlich raus zu fallen und stolz sagen zu können, das mich das alles nix mehr angeht.
Aber nix da.
Längst hat man neue Zielgruppen gefunden. Zum Beispiel jetzt die “Best Ager”. Sehr witzig, die beginnen ab 50 Jahren. Also kann man durchgehend von einer in die nächste Zielgruppe fallen und  das versprochene Desinteresse an mir als Kunden bleibt also ganz sicher aus. So ein Mist.
Nach den beiden Telefonanten, weiß ich, dass auch die Phase dazwischen nicht besonders angenehm ist. Man fühlt sich so? , so? , unnütz! Wenn man weder zu den Jungen gehört noch zu den Alten. Niemand lässt einen Mitspielen und mir beweißt das leider nur, das ich wirklich langsam in die Jahre komme.

Nun ja, bleibt mir nur noch mir die obligatorischen Sprüche aufs T-Shirt drucken zu lassen.

“Ich bin fast vierzig, bitte helfen sie mir über die Straße!”

und natürlich,

“Ich werd nicht älter, nur besser.”

Vieleichgt ruft mich ja dann bald die “BlödeSpruch auf T-Shirt” Industrie an, denn schließlich dürfte ich jetzt genau in deren Zielgruppe fallen, die, “Ja ich hab nen saublöden Spruch auf dem Hemd, aber ich trage Ihn voller Stolz!”-Gruppe. Oder die  “Das ist keine Verzweiflung, sondern nur der Ausdruck meiner immer noch vorhandenen Jugend” - Gruppe.
In diesem Sinne, bis die Tage.

P.S.: Dann gibts was auf, oder besser, aus dem Kasten. Ich sammele schon fleißig all das, was ich sonst direkt aus dem Briefkasten in den Mülleimer entsorge. Da sind auch vielel Komiker unterwegs, die mir mit jeder Menge Zettel ne Freude bereiten wollen.

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Eine Geschichte voller Missverständnisse

11. April 2009 - 19:00 Uhr

Ok, vielleicht ist das ja eine Geschichte die ich wirklich nicht verstehe. :) Aber wie auch? Es gab eine Zeit, da haben sich selbst Jungs nen Tampon gewünscht, weil man damit reiten, schwimmen, tanzen (nee, ok, das hat die Jungs nicht interessiert), Tennis spielen und sehr viele andere Dinge damit machen konnte. Warum das Mädels teilweise nicht konnten, war damals völlig unklar. Dann kam OB und hat uns alle Aufgeklärt.

Er bleibt nicht aussen vor wie eine Binde und wir wissen, auch dank vieler Comedians wie Michael Mittermeier, dass Frauen alle vier Wochen blaue Ersatzflüssigkeit aus den Händen tropft. Das war der damalige Umgang mit “Sauber und Diskret”. Ähnlich wie dieses kleine Stück Watte ziemlich viel für die bewegten Frauen getan hat, hat dieser Spot wohl auch ziemlich viel in der Werbewelt verändert. So “sachlich” war Werbung eigentlich vorher nicht und nachher auch nicht mehr. Und trotzdem ging ein Aufschrei durch die Nation. Man kann doch keine Werbung für so ein Produkt machen, hieß es. Heute sind selbst Werbespots für Intimwaschlotion schon völlig normal im Fernsehen und, es kräht kein Hahn danach. Also keiner außerhalb der Zielgruppe.

Allerdings muss die Binde heute längst nicht mehr zurückstecken hinter dem Tampon. Längst hat sie aufgeschloßen.

Auch mit Binden kann man heute Singen, Laufen und Feiern. Und noch viel mehr. Einer Binde sind längst ultra dünne Flügel gewachsen (wahrscheinlich zu viel Red Bull getrunken). Darüber hinaus sind sie mit Beschichtungen ausgestattet, die selbst den hochpolierten Lack ihres aufgemotzten Autos vor der Haustür wie Schmirgelpapier erscheinen lassen. Ihre Comfortzonen lassen Ihre Loungeecke im Wohnzimmer aussehen wie eine kaputte alte Parkbank und Ihre Saugkraft ist unübertroffen. Wenn man die Flüßigkeit irgendwo auch wieder rausbekäme aus so einer Binde, wären sie wahrscheinlich längst gefährliche Konkurrenz für den Tetrapak denke ich. So ausgestattet ist es kein Wunder, dass eine Binde ihre Trägerinne wie auf Wolken durch den Tag trägt. Wenn man sich diese Werbung so ansieht hab ich mir, fast wie damals den Tampon, mittlerweile schon oft eine Binde gewünscht. Manchmal erwische ich mich dabei wie ich im Supermarkt um das Regal mit den Binden einen Tick zu lang ins Träumen komme.
Die Frage bleibt allerdings, ob das bei der Zielgruppe auch noch funktioniert? Und das würde mich ehrlich interessieren. Ist das einer jungen modernen Frau von heute überhaupt alles noch wichtig oder überhaupt glaubwürdig? Diese ganzen neuen Innovationen? Seit neustem kann man im Slip auch noch Autoscouter fahren, ohne die Binde zu verlassen.

Richtig toll ist natürlich der neue Slogan. Hier im Spot auf Englisch: Have a happy periode, always!
Auf deutsch heißt dass dann: Machen Sie sich schöne Tage, Always! (Leider funktioniert das Wortspiel nur auf Englisch. Etwas was man “nur” alle 4 Wochen braucht auf Deutsch “Immer” zu nennen hat man uns ja zum Glück erspart.)

Machen Sie sich schöne Tage, könnte allerdings auch der Werbeslogan für einen Kurzurlaub, oder einen Billigflieger sein, oder? Heißt das dann im Umkehrschluß, das die Periode bei Mädels in Zukunft die selben Attribute bekommen soll wie ein Kurzurlaub? Hmm, egal wie, ich glaube so ganz langsam wird es wirklich Zeit die Geschichte der Missverständnisse um zu schreiben. Tampons sind out. Binden sind das neue Wundergerät. Es ist schon erstaunlich was da in den letzten Jahren passiert ist auf dem Gebiet. Ebenso überraschend ist für mich aber auch, dass wohl ausser always immer noch niemand sonst für dieses Produkt wirbt, oder? Gibt es echte Konkurrenz in disem Bereich? Außer den billigeren Nachbauten und Eigenmarken die so ein Supermarkt noch im Programm hat und die ja oft vom selben Hersteller kommen wie die Markenprodukte heißt das also, dass mit der always Werbung vorallem Werbung für ein Produkt ohne Konkurrenz gemacht wird. Ist das Sinnvoll?
Bedingt ja, denn wüssten sie sonst was ihre Binde noch so alles kann?
Allersdings habe ich auch noch eine Hoffnung für den Tampon gefunden mit dem er sich längst verloren geglaubten Marktanteil zurück erobern kann. Viel Spass damit.

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Zu Beginn gibt es erst mal was auf die Ohren

1. April 2009 - 17:39 Uhr

Zu beginn geht es um eine uns allen bekannte Elektrofachmarktkette. Diese hatte auf Ihrer Internetseite eine Auswahl ihrer Radiospots zum Download bereit gestellt und wenn man die Spots hört kann man sich ein Grinsen einfach nicht verkneifen. Die Spots sind toll.

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Wäre das nicht toll? Der Spot steigert sich so rein, dass man sich das wirklich wünscht. Auch wenn ich sagen muss, das ich denen das natürlich nicht wirklich abkaufe am Ende. Zu tief sitzen alte Erfahrungen einfach im eigenen Kopf,was den Service von großen Unternehmen angeht. Aber mit dem Spot verfällt man schon fast in “romantische” Schwärmerei wenn man das so hört.  Auch der zweite Spot ist nicht schlecht und schlägt in die selbe Kerbe.

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Diese beiden Spots sind einfach weltklasse. Ich würde mir das so sehr wünschen wenn es wirklich so wäre. Man kommt wirklich ins träumen, von einer besseren, einer perfekteren Welt. Allerdings wird es bei mir ab dem dritten Spot dann wieder ein völlig anderes Gefühl. Der dritte Spot erreicht bei mir leider nicht einmal im Ansatz sein Ziel.

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Dieser Spot macht mir Angst. “Die vollen Regale, die wunderbare Technik…. sie können so viel kaufen das ihre Familie bis Februar mit auspacken beschäftigt ist….. Es ist die Freiheit die wir auf Paletten servieren….” Sind nur einige Stichworte die bei mir eher negative Gefühle auslösen. Mir ist schon klar, das ja auch die ersten beiden Spots wunderbar übertrieben sind. Aber die Wirkung ist eine völlig andere wenn es sich jetzt um die “Auswahl” dreht. Dieser Spot setzt mich als Kunde ziemlich unter Druck. Wenn ich nicht auf der Welle technischer Innovationen surfe, dann bin ich weg vom Fenster, dann saufe ich ab ins Meer der vergessenen Seelen. Der Spot wird einen schärferne Cutt setzen. Er wird Käufer und Nichtkäufer schaffen, während die beiden ersten Spots noch “einfach nur” eine positive Stimmung vermittelten. Im Besten Fall war dieser Spot dann wohl wirklich kurz vor Weihnachten on Air.

Und der vierte Spot ist dann schon wieder sehr differenziert zu betrachten.

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Da beim dritten Spot mein Hirn leider wieder eingesetzt hat und ich nicht mehr nur in meinen Wunschträumen spaziere lässt mich der Umgang mit den Preisen bei MediaMarkt natürlich doch ein wenig nachdenklich zurück. Wenn jemand den Preis dermaßen Drückt und schlägt und klein macht, dann muss das irgendwer anderes doch bezahlen, das weiß jeder. Je niedriger der Preis ist, desto eher wird er mit “bösen” Mitteln erzwungen worden sein. Da nutzen auch Krönchen und Schärpen nichts mehr.  Und ehrlich gesagt will ich mittlerweile auch definitiv nicht mehr sparen wenn ich schon einkaufen gehe. Weil seit so vielen Jahren Geiz geil ist hab ich jetzt einfach keine Lust mehr noch mehr zu sparen.  Schon gar nicht wenn ich mir und meinen Liebsten Weihnachtsgeschenke kaufen gehe. Denn das Geld investiere ich doch in mich selbst und meine Familie und Freunde, wer wird den da noch sparen wollen? Nachdem alle durch so viele Jahre des Sparens gegangen sind, ist es doch jetzt wieder an der Zeit in sich selbst zu investieren. Daher sind wohl auch die beiden ersten Spots auch jetztimFrühling noch spannend. Denn ich habe wirklich das Gefühl, da reißt sich jemand den Ar… auf nur damit es mir gut geht. Und das ist wohl das tollste Gefühl was man verkaufen kann.

Werbespots funktionieren nun mal auch sehr häufig über die Ohren. Die meisten Spots sind ohne Ton kaum vorstellbar.  Ein Fernsehspot muss sehr viel Aufwand betreiben um um Ihre Aufmerksamkeit zu buhlen. Er muss das Handy ausstechen, die Freunde und Familie auf der Couch neben ihnen und natürlich am besten auch noch funktionieren wenn sie den Spot gar nicht sehen, sondern kurz im Bad verschwinden, deb Ton des Fernsehers aber trotzdem hören. Vielleicht ist es daher nur konsequent den Werbespotterblog mit den Spots für die Ohren zu beginnen. So macher Ohrwurm kam aus der Werbung. CDs mit den besten Werbesongs waren in den neunzigern der Hit im CD Laden.

Dazu habe ich noch ein paar interessante Links im Netz gefunden. Wer also wissen will wie der Song aus der Werbung denn nun hieß und ob man den irgendwo kaufen kann, der sollte hier suchen:

Werbesongliste

Für mich “die Mutter aller Werbesonglisten” den diese Liste gibt es schon seit vielen Jahren im Netz. Und hier hab ich schon den einen oder anderen Song gefunden, bei dem ich nie gedacht hätte das man den Namen dazu heraus bekommt.

Werbesongs.tv

Auch eine sehr gute und ambitioniert gemachte Seite finde ich. Man merkt das da viel Arbeit drin steckt und sich jemand wirklich um die Seite und Ihre Einträge gedanken macht. Oft sehr spannende Verküpfungen direkt zum Spot auf Youtube, oder der Produktionsfirma oder ähnlichem.

Werbespotsongs

Die Seite ist noch nicht so umfangreich wie die beiden anderen. Unter Umständen haldelt es sich bei dem Projekt auch “nur” um einen gut getarnten Amazonshop. Aber immer hin. Zu den meisten Titel gibt es bei Amazon auch Hörproben und vorallem fallen hier die direkten Mitmachmöglichkeiten auf. (zumindest Werbesongs.tv hat die auch, aber hier scheinen sie besser und einfacher zu nutzen.) Im Mitmachen liegt dann auch wieder der Vorteil und vielleicht wächst die Community dort ja relativ schnell.

So, das war der erste Beitrag zum Hörspot und bald gehts dann weiter auch mit Spots sehen.

Apropo mitmachen! Gilt natürlich hier auch. Jeder der möchte kann das gerne tun. Kommentare schreiben, Wünsche äussern und so weiter. Ihr wisst doch wie interaktiv funktioniert   ;)

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