Werbespotter Werbung sehen, verstehen und sezieren :)

3Okt/11Off

Datenkraken bei Facebook und Co.

Immer mehr Leute beschweren sich über die Datensammler im Internet. Leider auch immer mehr Leute, die sowieso keine Ahnung haben, was, wo und wieso bereits von einem gesammelt wird. Im Moment wird Facebook immer wieder an den Datenpranger gestellt. Facebook macht angeblich riesige Gewinne, in dem sie meine Daten verkaufen. Scheinbar gibt es da draußen riesige Unternehmen, die all' ihr Geld, das von der Finanzkrise noch über ist, in die Hand nehmen und dem Facebook oder auch dem Google in den Rachen werfen, nur um - wie Süchtige an ihren Stoff - an meine Daten heranzukommen. Also wenn Facebook es wirklich schafft, diese Unternehmen alle so an den Datentropf meiner Daten zu hängen, dann ziehe ich den Hut vor Facebook und Google und sage: Ihr habt euch jeden Cent verdient!

Analysiere ich meine Daten selbst, so gibt es Daten unterschiedlicher Qualität. Da sind z. B. meine Adressdaten. Super Idee, die zu verkaufen. Aber die Idee ist nicht neu und vor vielen Jahren war man sogar froh über den Eintrag im Telefonbuch. Heute ist das schon eher schwierig, weil die Leute ihre Mobiltelefonnummern oft ziemlich schnell wechseln, wenn es wieder günstige Tarife gibt, und die Daten in einem Jahr, wenn das neue Telefonbuch kommt, bereits gnadenlos veraltet sein können. Selbst das dümmste und gierigste Unternehmen hat kapiert, dass die Adresse alleine nicht viel bringt. Denn sie sagt allenfalls etwas drüber aus, ob ich männlich oder weiblich bin, gibt eventuell noch eine ganz wage Schätzung über meine Vermögensverhältnisse, wenn man die Straße in den Vermögensplan beim Monopoly einzuordnen weiß und weiß, dass die Schlossallee teurer ist als die Turmstraße. Dann hört es aber schon auf. Niemand weiß anhand meiner Adresse, ob ich bereits alle Versicherungen habe, die ich nicht brauche, oder ob es sinnvoll ist, mir schon mal Treppenlift und Seniorenwindelwerbung zu schicken, oder ob ich mehr Interesse an Babysachen oder Sportwagen hätte. Also führt die Adresse selbst nicht zum Ziel. Zumindest nicht zu einem wirklich qualifizierten.

Welche Daten gibt es noch von  mir, die man verkaufen könnte? Nun ja, alles, was weiterhilft, mich in Werberelevante Zielgruppen aufzuteilen. Da kann es hilfreich sein zu wissen für welchen Fußballverein ich schwärme oder ob ich überhaupt kein Sky-Abo - alle Tore, alle Spiele live -  brauche, weil ich Fußball hasse. Es kann helfen zu wissen, ob ich Sportwagen mag, wenn man mir unbedingt einen verkaufen will. Aber mal ehrlich, wer mag Sportwagen nicht? Würde ich mir deswegen unbedingt einen kaufen wollen? Das hängt dann schon noch von vielen weiteren Faktoren ab. Ist es also sinnvoller, mir Audi- oder Porsche-Unterlagen zu schicken, oder den Vertreter bei mir anrufen zu lassen? Und diese Daten sind so spezifisch, oft allenfalls gut zu raten, womit ein Werber natürlich schon glücklich wäre. Dann sollen Sie mir eben Werbung schicken für Sportwagen. 🙂

Und welche Daten sind dann noch da? Zum Beispiel mit welcher politischen Gesinnung ich sympathisiere. OK, aus der Traum mit der Sportwagenwerbung. Mist. Irgendwas ist ja immer. Aus meiner politischen Gesinnung mache ich sowieso nicht unbedingt ein Geheimnis, denn wenn ich mir schon die Mühe mache, zu einer politischen Überzeugung zu kommen, habe ich auch nichts dagegen, darüber zu diskutieren. Trotzdem würde diese Information oft höchstens die Parteien selbst, bzw. den Staat interessieren. Nur was er dann damit machen sollte mit den Informationen, so lange er nicht feststellt, dass ich extrem links oder rechts oder fanatisch-religiös bin und eine Gefahr für den Staat sein könnte, solange wird ihn das auch nicht wirklich weiterbringen, denn der Aufwand meine politische Gesinnung zu ändern, auch in langen Einzelgesprächen z.B. und seien die auch in kleinen Zellen oder wo auch immer, scheint mir jetzt echt etwas zu viel des Guten. Ich glaube einfach nicht, dass ich und meine Meinung so wichtig sein könnten, dass sich der finanzielle und personelle Aufwand lohnen könnte mich zwangsweise umstimmen zu müssen. Schade eigentlich, denn das kratzt jetzt natürlich an meinem Selbstwertgefühl, wenn ich und meine Meinung dem Staat nicht mal einen Versuch der großen Umstimmung wert bin.

Es könnten auch Krankheits und Allergiedaten sein, die von Interesse sind. Jetzt stelle ich mir vor ich habe eine böse Allergie, ärgere ich mich dann darüber, wenn mir Behandlungsmethoden oder spezielle Medikamente oder Ernährung angeboten werden? Es könnte mir sogar nützlich sein, wenn ich gleich Tipps und Hilfen für meine spezifischen Probleme angeboten bekäme. Das heißt das Datensammeln wäre dort sogar unter Umständen gut. Das geht ja nun mal gar nicht. Schlecht würde es da erst werden wenn Staat, oder z.B. zukünftige Arbeitgeber aus meiner Krankheit negative Entscheidungen über mein Leben treffen würden. Aber gegen die Krankenkassenkarte hat ja offiziel jetzt noch keiner was gesagt und zum Glück ist unser Gesundheitssystem so marode und mit teuren Wasserköpfen behangen, dass dort erst mal alle die Klappe halten. Nochmal Glück gehabt. 🙂

Ok, also was anderes. Wie wäre es mit den Saufbildern aus dem Netz, die mein Arbeitgeber plötzlich zugespielt bekommen könnte? Das sind doch Daten die ich in sicheren Händen wissen möchte, oder? Ja, allerdings, deswegen gibt es sowas nicht von mir. Also selbst wenn wir gesoffen haben, dann war keiner mehr in der Lage sein handy noch zu bedienen um Fotos zu machen. Manchmal ist das regelrecht Schade, würde man sich doch all zu gerne mal an die ein oder andere Tour erinnern können im Anschluss. Und gleich noch was, Wenn ich heute weiß dass jeder zweite Vollidiot jede Sauftour direkt live ins Web streamt, dann lade ich diese Leute einfach nicht mehr ein auf meine Partys, oder sorge dafür, dass ich mich nie ganz aus dem Leben schieße ohne die Fotohandygrafen auch völlig besoffen zu machen. Wir haben die Idioten früher einfach alleine gelassen, ich weiß das war nicht sehr sozial von uns, aber na ja, hat es uns geschadet? Es ist sicherlich heute schwerer die Idioten zu erkennen, denn sie tarnen sich mit unter geschickter als früher, aber trotzdem, wer dumm macht fliegt raus.
Was ein Boss aus einzelnen Fotos einer verkorksten Jugend ablesen will, na das ist dann die Frage, vielleicht ist er nur neidisch. Wenn es aber täglich aktuelle Sauffotos gibt, befürchte ich, dann wird der Boss es eh beim Vorstellungsgespräch riechen, Gut wären die Fotos dann nur, dass sich Ihr Boss da schon mal vorbereiten konnte und ihnen gleich die Nummer für den Trinkernotdienst in die Hand drücken kann, die bei Ihm auch Wunder gewirkt haben.

Ok, kommen wir zum eingemachten, wie sieht es mit Nacktbildern aus? Also ganz ähnlich wie beim Trinken denke ich. Erstens will die von mir wirklich keiner sehen, wegen Augenkrebs, also betrifft das Thema eher Mädels denke ich. Und wer selber welche bei Mydingsdahobby oder wie die Plattformen alle heißen posted, also der wird ja auch einigermaßen stolz auf seine Fortpflanzungsqualitäten sein. Im Übrigen wäre die Frage ob man dann nicht dort auch nochmal ein paar Bilder seines Chefs oder desjenigen findet, der die Fotos da gesucht hat. Hat es der böse Exfreund online gestellt, dann gibt es dagegen Rechtsmittel, wobei auch hier die Frage bleibt, ich glaube nicht das wahre Liebe wirklich bedeutet, dass der Typ euch beim Sex filmen muss. Wenn es Typen gibt, die das von euch verlangen Mädels, schickt sie in die Wüste.

Das waren jetzt schon einige Datentypen die man über mich, oder jeden anderen im Netz finden könnte. Doch was ist mit meinen Streams? Was ist mit den Daten die man aus meinen Suchanfragen ziehen kann? Aus der Historie meines Facebookaccounts oder sowas? Also auch hier sehe ich schwarz für die Datensammler. Sicherlich kann man daraus ein hervorragendes Profil erstellen von mir, hab ich ja quasi da selbst gemacht und bin auch noch stolz drauf. Dann weiß man vielleicht , was ich wann mal gesucht oder geposted habe. Wofür ich mich eventuell interessieren könnte. Halt, Nein, Wofür ich mich mal interessiert habe, so ist es richtig. Denn das ist das Schöne daran. Das Zeug liegt alles in der Vergangenheit und mein Kopf kann schneller Haken schlagen und noch auch mehr Rechenoperationen ausführen als jeder Computer. Solange mein Großrechner Gehirn einwandfrei funktioniert, erlaube ich mir alles zu suchen, und zu posten was mir in den Sinn kommt. Leider denkt mein Hirn auch oft sehr impulsive und irreführend für die Profiler der Webindustrie. So kann es sein, dass ich einen Namen oder eine Sache direkt google wenn ich sie im Fernsehen im Radio oder einer Zeitung oder Zeitschrift gelesen habe. Welcehs Medium genau, welche Sendung welcher Artikel der Zeitung bleibt dem google verborgen und es könnte sogar sein, dass ich völlig ohne Hilfsmittel auf einen Suchbegriff gekommen bin. Dann wird es ganz dumm ein zu ordnen sein.

Ich werde alleine von ca. 10.000 Werbebotschaften täglich und einer Fülle weiterer Informationen beeinflusst und natürlich greife ich auch noch auf einen riesigen Fundus aus Erinnerungen und völlig fiktivem Gedankengut zu. Egal wie, wer wirklich annimmt, dass so ordnen zu können, dass er mein persönliches Profil so genau tracken kann, dass er daraus auf mich personalisierte Werbung bringen kann, der darf das gerne versuchen. Aber er darf sich dann nicht wundern, wenn ich diese Werbung genauso ignoriere wie die Tausend Zettel im Briefkasten, die 2000 Werbemails im Mailfach und selbst die Anrufe und Gewinnspielbenachrichtigungen. Ihr könnt es gerne versuchen mir meine Zeit zu stehlen, aber wenn es mich zu sehr nervt, knippse ich euch einfach weg. Eventuell besteht sogar eher die Chance, dass ihr irgendwann einseht, oh gott, oh gott, oh gott, was sollen wir dem Typen denn noch anbieten? Bei dem ist Wünsche wecken und dann mit unseren Lösungen befriedigen eher unwahrscheinlich, der denkt ja selbst mit. Scheiße wie konnte das denn passieren?

Noch eines wird all zu oft dann vergessen. Selbst wenn die Daten gesammelt und mal angenommen sogar ausgewertet wurden, bisher hat mich noch niemand gezwungen meine personalisierte Werbung auch wirklich gut zu finden, zu klicken, oder Dinge direkt zu kaufen, ohne dass ich es wollte. Will sagen, solange man einigermaßen im Besitz eines funktionierenden Gehirns ist, bleibt immer noch die Möglichkeit NEIN zu sagen. Selbst bis zu 14 Tage später oft noch und gerade im Internet. Solange ich aber einfach in der Lage bin nein zu sagen, so lange habe ich das als Kunde selbst in der Hand. Wohl gemerkt, Schwarze Schafe interessiert das alles sowieso nicht. Die senden einem ungewollte Werbung sowieso jetzt schon ziemlich agressiv. Da helfen nur Beschwerden bei der Bundesnetzagentur z.B. und viel Geduld. Ich glaube keiner dieser Kandidaten schickt mir Werbung, weil ich bei Facebook einen Account habe. Wir reden also nicht wirklich von den schwarzen Schafen, die kommen sowieso an alle Daten wenn sie wollen, aber selbst die wissen scheinbar oft nichts weiter damit an zu fangen als mir Emails zu schicken für kuriose Pillen oder Armbanduhren. Das kann mein Spamfilter mittlerweile sogar weitestgehend selbstständig aussortieren und die Verzweiflung ist bei mir lange noch nicht groß genug, als dass ich mich auf sowas ein lassen würde. Ich kauf meine Rolexrepliken immer noch selbst in der Türkei am Strand.

Ich möchte die Datensammelwut und den Umgang mit den Daten nochmal von einer anderen Seite betrachten. Statt Facebook nehme ich hier mal die Datenkrake Nummer eins den guten alten Google. Dort kenne ich das System, welches mit den von mir gesammelten Daten arbeitet selbst ganz gut. Es nennt sich Adwords. Und bisher hat Google mir zwar immer ausgefeiltere Keywords angeboten oder regionalere Werbung, bestenfalls noch männlich weiblich und nach Altersgruppen sortiert, aber es hat mir noch nie gesagt, ach wissen se, fragen se mal den Herrn Meier aus dem siebten Stock in der Dingsbumsstraße ganz gezielt, der sucht genau das was sie anbieten und das schon seit 3 Wochen. Was ich damit sagen will. Die Daten die gesammelt werden, werden zwar ausgewertet, aber stellen Sie sich mal vor Google würde diese Daten offen weitergeben an potentielle Kunden. Würden Sie noch irgendwas über Google suchen? Google kennt, wenn er will, bereits heute extrem viele Firmeninterna, weil goggle-Textverarbeitung und Tabellenkalkulation kann und google Mail und google Kalender ziemlich gut funktionieren. Aber was macht er mit den Daten? Er bietet ihnen ne schmucklose Textzeile Werbung an. Dafür dass er all ihre Daten hosted, ist das ein vergleichbar günstiger Deal, denn ich weiß was man für einen eigenen Server zahlen muss. Sowohl Facebook als auch Google ist in eigenem Interesse viel daran gelegen, dass ihre Daten nicht persönlich weitergegeben werden. Selbst Adressen verkaufen diese beiden wohl eher nicht, wie gesagt, das machen die Telefonbuchverlage ja schon. Man wird bei Google in werberelevante Zielgruppen eingeteilt und diese Gruppen bekommen die Werbetreibenden angeboten. Würde Google diese Daten direkt weiter geben, würden sie sich doch jeglicher Existenzgrundlage berauben, also wieso sollten sie das tun?

Ich gehe fest davon aus, das Google und Facebook kein Interesse haben mit meinen Daten wirklich böses zu treiben. Denn das würde früher oder später ihr eigenes Ende bedeuten. Und weiter bleibt die Frage, wie aussagefähig meine Daten bei den Portalen wirklich sind. Ich komme wieder zu dem Punkt an dem ich sagen muss, der einzige der ein Interesse an einer kompletten personalisierten Auswertung meiner Daten haben könnte, wäre ein Staat. Also mein Staat sogar, die BRD. Denn die kann daraus schließen wieviel Krankenkassenkosten, Rentenkosten oder ähnliches auf sie zu kommen könnten z.B. Oder eben auch ob ich eine Gefahr für die Bürger in diesem Land bin oder für den Staatsapparat selbst. Ehrlich gesagt, fällt mir im Moment nicht mal was noch vernünftigeres ein warum der Papastaat oder von mir aus auch ein Privatunternehmen noch so ein immenses Interesse an meinen Daten haben sollte. Was ich damit sagen will, so eine Datenauswertung kostet unglaublich viel Geld, wenn sie wirklich intensiv gemacht werden muss. Fragen sie mal die Ermittlungsbehörden mit wie vielen Leuten die an einigen Top Terrorverdächtigen arbeiten. Und jetzt soll ich echt so überheblich sein und denken, dass Unternehmen oder der Staat diese Summen zahlen um meine Daten aus zu werten? Nun ja, ich befürchte eben wirklich, dass ich dazu nicht wichtig genug bin.

Das mag bei den meisten Bildzeitungslesern natürlich anders sein, die sind so betriebswichtig für unser Land, dass deren Daten natürlich deutlich interessanter sind in der Auswertung. Leider werden deren Daten selbst von mir fast perfekt aus zu werten sein, und das sogar ohne einen Blick auf ihr Facebookprofil geworfen zu haben, denn ich weiß wer Ihnen ihre Meinung bildet. Sicherlich hat Werbung, Medien und Staat systematisch an einer Verdummung der Massen gearbeitet in den letzten, mindestens zwanzig Jahren. Aber das Internet gibt den Leuten heute ja sogar wieder die Chance sich selbst aus ihrer eigenen Dummheit zu befreien. Sicherlich gibt es da weitere Fallen.
Zum Beispiel hat der normale Vollpfosten was dagegen wenn der Google ein Foto von seinem Haus macht. Aber mit der Webcam direkt aus dem eigenen Wohnzimmer spielt er dann abends Chatroulett oder World of Dingscraft oder ähnliches und jeder Mensch weltweit könnte theoretisch sehen in welch erbärmlichem Loch er sitzt. Da bin ich deutlich mehr für die Fotos von den Häusern.

Wirklich auswertbare Daten geben die meisten Leute nicht bei Facebook oder bei Google freiwillig her. Sondern bei Seiten wie Groupon oder Payback. Nur um 20 % auf irgendwas zu sparen oder um nach drei Jahren Punktesammeln einen goldenen Löffel zu bekommen. Dort wird jeder Einkauf mitgetrackt. Also theoretisch weiß der Payback sogar wann sie ihre Tage haben, nämlich immer dann wenn sie in der Drogerie Binden oder Tampons kaufen. Aber diese Daten geben die Leute gerne und freiwillig her. Man redet ernsthaft über die Einführung der „bargeldlosen“ kassen, Also alles was in ihrem Wagen liegt hat einen Chip, der seine Daten an die Kasse bucht und alles wird von ihrem Konto abgebucht. Oder man stellt sich vor dass der Kühlschrank selbsttätig die Milch nachbestellt wenn sie alle ist. Ihr Auto wird heute bereits mitgetrackt, wegen Diebstahlschutz, obwohl man ihnen damit natürlich auch jeden Umweg nachweisen könnte. Und bald kann Ihr Toaster die Erwärmung von Weißbrot verweigern, weil er die Daten von der Krankenkasse bekommt, die besagen Weißbrot ist nicht gut für Sie. Über all diese Dinge werden wir dann sagen, toll was für eine Hilfe und niemand wird sagen, ähm moment, ich will nicht dass meine Daten so weiter gegeben werden. Das sind für mich alles viel sensiblere Daten, als ein Daumen hoch bei Facebook. Manchmal versteh ich diese Diskussionen einfach wirklich nicht.

Meine Daten sind weitestgehend frei zugänglich. In Wahrheit glaube ich sogar, dass all diese Daten aus zu werten oft gar nicht möglich ist. Wir bräuchten sicherlich 5 Stasi ähnliche Organisationen um all die Daten im Netz wirklich aus zu werten und die Frage was es am Ende bringt wäre dann sicherlich auch noch nicht geklärt. Es ist wichtiger, denke ich , Zensur und Unterdrückung im Netz zu bekämpfen. Wo wären die Arabischen Revolutionen wenn Sich ihre Länder besser mit Internetzensur ausgekannt hätten und die „Anführer“ der Jasminrevolutionen systematisch aussortiert und abgeholt hätten? Genau, wir wären im Neofaschismus.

Es gibt ein Land, das sein Internet tatsächlich sehr großräumig überwacht und Daten auswertet. Das ist China. Vor solchen Modellen muss man mehr Angst haben, wie vor Datensammlern bei Facebook oder Google. Und man sollte insgesamt vorsichter sein mit der Abgabe der eigenen Daten. Vor allem der Datenströmen die wir alle bereitwillig abgeben nur weil wir damit Punkte, Herzen, oder Prozente sammeln können. Diese Daten sind gefährlicher als mein Facebook und mein Google+ Stream zusammen. Ich denke wer normal und auch im sonstigen Leben sorgsam mit seinen Daten umgeht, der kann bei Facebook soviele Katzenbilder oder „Gefällt mir“s posten wie er will. Allenfalls wird er dafür Werbung für Katzenfutter an der Seite ertragen müssen, viel Schlimmeres wird mit den Daten wohl eher nicht passieren.

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