Werbespotter Werbung sehen, verstehen und sezieren :)

17Feb/13Off

Werbung ist teuer und nutzlos, zumindest die meiste davon.

Ein sehr guter Artikel ist mir über den Weg im Web gelaufen, den ich hier gerne weiter empfehlen möchte. Eventuell werfen Sie als Werbekunde gut 80% ihres Geldes zum Fenster hinaus und nicht nur die sonst immer angenommenen 50% bei denen sie angeblich nicht wissen welche 50% das sind. Die Logik des Artikels und die Folgerungen sind für mich absolut schlüssig. Ich denke eh mittlerweile das in vielen Bereichen Werbung und Marketing nur noch existieren, weil viele Unternehmen nicht mehr wissen wohin mit dem verdienten Geld ihrer Kunden und  nicht weil sie sich irgendeine Werbewirkung oder gar noch mehr zahlende Kunden wünschen.

Ich würde z. B. sagen das Unternehmen in einer Branche wie der Mobilfunkindustrie eigentlich komplett auf große Teile ihrer Werbung verzichten könnten. Was bringt der Wettlauf um den Kunden, wenn es eh nur die 4 Anbieter gibt und die Bedingungen bei allen ähnlich sind? Was sie an Neukunden auf der einen Seite gewinnen, verlieren sie an Bestandskunden auf der anderen Seite, aber die einzelnen Teile des Kuchens namens Markt bleiben meist ziemlich gleich verteilt. Davon hat niemand was. Die Werbekunden haben aber Angst zu sagen, sie verzichten komplett auf den Werbezirkus und konzentrieren sich vielleicht auf eine völlig andere Sache, auf ihre eigenen Kunden. Wenn 4 Unternehmen das gleiche Produkt mit den gleichen Mitteln anbieten kann ich mich nur noch von der Konkurrenz abheben in dem ich meinem Produkt einen neuen Vorteil verschaffe, es also deutlich verbessere. Und ich glaube das ist auch das einzige was wieder Kuchenteile vergrößert. Ich sehe daher im Moment den Kuchenanteil von E-Plus schrumpfen und den von O2 steigen.

O2 hat am Netz gearbeitet, weil sie vor 2 Jahren bei Tests schlecht abgeschnitten haben, während E-Plus immer mehr und immer neue Produkte in unterschiedliche Tüten packt. Aber überall ist das selbe drin, ob jetzt E-plus, base, simyo, oder Lidl draufsteht. Aber alle neuen Tüten werden über das eine eigene  Netz gejagd, was dazu führt das man seltener durchkommt, oder auch mal den Anschluß verliert während des Gespräches. Die Qualität des einzelnen Produktes sinkt also.

Angenommen eines dieser Unternehmen würde von heute auf morgen auf Werbung verzichten, zumindest auf die großen Imagekampagnen und ähnliches, was natürlich kein Unternehmen tun wird, weil sie viel zu viel Angst vor der Konkurrenz haben, die dann übermächtig werden könnte. Aber mal angenommen sie würden es tun und das freie Kapital nehmen und komplett in Mitarbeiter, bessere Kundenbetreuung, bessere Technik, sauberen Netzausbau investieren. Wäre das nicht genau das richtige Argument für neue Kunden? Und würde sich das nicht viral, also von Kunde zu Nachbar und Freunden gerade über Socialmedia von ganz alleine herum sprechen?
Ich glaube die Werbung wie wir sie kannten wird in wenigen Jahrzehnten komplett verschwunden sein. Sie hat uns lange Jahre beeinflußt, aber auch das Leben gelehrt. Heute wissen alle wie man andere beeinflußt und eventuell auch manipuliert. Jeder hat heute ein eigenes Image und das pflegt er, ganz egal ob Weltkonzern, Musikstar oder Privatperson.  Aber die Werbung wie wir sie bis in die Nullerjahre kannten wird sterben und vielleicht wird sie in einer Welt in der alles für alle und jederzeit digital zugänglich ist nicht mehr aussehen wie ein HIER KAUF MICH, DENN ICH BIN GUT FÜR DICH. Vielleicht wird sie eher ein Filter sein, so wie es das jetzt schon bei google oder facebook passiert. Werbung wird die Aufgabe bekommen, genau das Gegenteil von ihrem bisherigen Job zu machen.  Sie wird den Konsumenten versuchen frei zu halten von den unzähligen Einflüssen, auch der Konkurrenz die auf ihre Kunden so einprasseln. Erst dann können die eigentlichen Marken die vertreten werden durch die Werbung noch tiefer in den Alltag der Kunden sickern und  können zu echten Familienmitgliedern werden. Das iphone war vielleicht nur das erste neue Familienmitglied, aber das werden viele jetzt werden wollen und sie werden es wohl nur durch die Umkehrung ihres bisherigen Konzeptes erreichen in einer Welt die sich sozial enger vernetzt hat. Wo sie in einem sozialen Netz sind, wird es nur noch darum gehen sich gegen das Umfeld ab zu schirmen und seinen Mitgliedern, Kunden, die gleichzeitig auch die eigenen Werbeproduzenten sind und Informationslieferanten, den Rücken frei zu halten. Das werden die Madiaagenturen und Werbefirmen in Zukunft tun. Wer jetzt fragt vor was abschirmen wenn die Werbung selbst aufhört zu senden, der kennt die digitale Welt aber noch schlecht. Vor Blogs wie diesem, vor dem was die Kunden und ihre Familien, ihre Freundeskreise und und und selbst senden werden. Das Senden wird zunehmen über alle Kanäle, aber die Aufnahme der Informationen durch den Empfänger funktioniert heute ja schon nicht mehr. Und die Werbung wird in meinen Augen irgendwann versuchen seine Empfänger vor den übermässigen Sendern ab zu halten. Es wird die Funktion einer VIP-Loung bekommen. Ein geschützter bereich in dem die Menschen noch unter sich sein können. Unter sich und abgeschirmt von Ihrem Werbepartner. Schöne neue Werbewelt.

Den Blog zum Artikel habe ich in die Linkliste aufgenommen, mir gefällt sehr gut was der Mann so schreibt.

Und hier ist der besagte Artikel:  Sie geben zu viel für Werbung aus!

Viel Spaß beim Artikel selbst.

2Feb/13Off

Was Werbung darf und was nicht!

Werden wir von der Werbung dauerhaft verarscht, oder geht die Werbung vielleicht sogar davon aus das wir Verbraucher viel gebildeter und intelligenter sind als wir selbst glauben?  Jeder von uns sollte doch immer in der Lage sein zwischen "Serviervorschlägen" und der Produktrealität unterscheiden zu können.  Schließlich hat jedes Produkt mittlerweile Kleingedrucktes auf der Rückseite und jeder kann das lesen, wenn er möchte. Ja, wer lässt sich da noch von Aufdrucken wie Fettfrei oder Vitaminreich beeinflussen? Der mündige Konsument wohl nicht.

Zu all diesen Themen gibt es einen wunderbaren Podcast der Sendung radioWissen zum Thema Wunderbare Welt der Werbung.

Danach kann man gleich noch die beiden anderen Beiträge hören.

Zum ersten den Beitrag über Edward Bernays, wenn man so will den Erfinder der PR und das Gespräch mit Prof. Arnd Florack über Werbung und ihre Wirkung. Viel Spaß beim Hören.

 

 

radioWissen Wunderbare Welt der Werbung

 

 

 

18Nov/11Off

Benetton schafft es immer wieder.

Unhate Benetton Palestine IsraelDie Kampagne ist fast schon 3 Tage alt und erst jetzt habe ich sie bemerkt. Jetzt, als die ersten Meldungen durch die Presse gingen, dass Benetton sich dazu entschlossen hat, eines der Motive,  das Motiv mit dem Papst und dem Iman, wieder zurückzu ziehen.  Schließlich wollen sie die Liebe in der Welt fördern und niemanden, schon gar nicht die gläubigen Christen und Ihre Gefühle, verletzen.

Ich denke, damit tut der Vatikan genau das, was Benetton von ihm erwartet hat.  Spannend finde ich auch, dass der Sprecher des Vatikans natürlich nur sagt, dass es respektslos gegenüber dem Papst sei. Vom Iman sagt er nix. Und Überhaupt, sind wir es nicht geewohnt, dass Muslime sich verunglimpft fühlen? Haben wir nicht von den Medien immer die Bilder in den Kopf gehämmert bekommen, dass bei der kleinsten Kränkung DIE Muslime (also immer gleich alle Muslime, statt derjenigen, die im Bild gezeigt werden und denen man vorher die Fahnen zugesteckt hat) alles mögliche verbrennen, bevorzugt eben FahnenUnhate Benetton Germany France oder Karikaturen aus dem jeweiligen Verfasserland? Nun gut, vielleicht kommt der Sturm der Entrüstung ja noch oder vielleicht sind die Muslime da tatsächlich auch mal entspannter als die Christen, das wär ja auch mal spannend.

Benetton hat jedenfalls wieder einmal sehr vieles richtig gemacht.
Den Vatikan in eine Situation zu bringen, in der er etwas gegen eine Kampagne haben muss, die als selbst erklärtes Ziel die Vermehrung der Liebe in der Welt hat, ist schon die ganz große Kunst.

Die Kampagnen von Benetton waren  schon immer  auf  "Krawall" gebürstet mit ihren verstörenden Plakaten.  Regelrechte Ikonen der Werbung sind daraus geworden: die ölüberzogene Ente, Einschusslöcher in der blutverschmierten Kleidung eines bosnischen Soldaten, als HIV-positiv abgestempelte Körper, eine schwarze Mutter, die ein weißes Baby säugt, oder eine weiße Stute, die von einem dunklen Hengst gedeckt wird. Meist sogar äußerst ästhetische Fotos, aber eben sehr viele Motive, die es ohne Benetton niemals in die Werbung geschafft hätten. Die Themen sind allenfalls als Meldung in den Nachrichten untergegangen.  Aber durch den Kleiderfabrikanten wurden sie überall plakatiert und brannten sich in ein kollektives Gedächtnis ein. Vielleicht hat diese zweckentfremdete Werbung sogar mehr Bewußtsein für die jeweils gezeigten Dinge geschaffen, wie es teure staatliche Kampagnen hätten tun können.

Auch was die Kirche angeht, gabe es bereits ein provokantes, aber sehr ästhetisches Motiv, auf dem sich eine Nonne und ein Priester leidenschaftlich küssen. Christen, speziell Katholiken und der Vatikan,  scheinen also ein Problem mit dem Küssen zu haben, also zumindest, wenn Benetton es inszeniert.  Aber gerade mit den gezielt gesetzen Aufregern schafft man es eben auch in die Nachrichten und muss die ganze PR nicht mal bezahlen. (Selbst ich bekomme für diesen Blogbeitrag mal wieder nichts!)  Über die Vermischung von solchen Meldungen mit dem echten Nachrichtengeschehen, wenn man von Google-Plänen  und Appel-Klagen oder auch Opel-Werksschließungen oder ähnlichem berichtet, und somit Werbung, Wirtschafsnachrichten und allgemeine Nachrichten auf teilweise seltsamste Weise im Journalismus miteinander verknüpft, möchte ich jetzt nicht weiter eingehen.  Das könnte irgendwann einen eigenen  Beitrag wert sein.

BruderkussKüssen, wenn es groß gemalt und plakatiert wird, scheint ein Aufreger zu sein und zu bleiben. Zumindest sorgt es oft für Aufregung. Auch ein sehr bekannter Kuss ist der, der hier an die Mauer gesprüht zu einer Art Ikone wurde.

Wie der Text unter dem sozialistischen Bruderkuss aber beweist, war es bei den beiden ja wohl keine wirkliche Liebe.  Und bei den Benettonmotiven?

Nun ja, die Motive sind natürlich sehr ähnlich gewählt, so dass wahre Liebe unter den entsprechenden Personen wohl eher nicht herrscht. Es handelt sich in der Kampagne offiziel um Fotomontagen, wobei ich teilweise denke, der ein oder andere Kuss könnte auf irgendwelchen offiziellen Anlässen fast wirklich so entstanden sein.  Bei Merkel und Sarkozy ist die Liebe sicherlich auch näher, als z.B. zwischen Nord- und Südkorea oder Israel und Palästina.

Unhate Benetton NorthKorea SouthKoreaAber wäre es nicht schön, wenn sich all' die gezeigten Leute in genau diesen Konstellationen öfter mal in den Arm nehmen würden und leidenschalftich drauflosküssten?  Ok, ok,  sie müssen sich ja nicht gleich küssen, aber in den Arm nehmen und gemeinsam eine angenehme Zeit miteinander verbringen und mal wieder wie normale Menschen miteinander reden?  Das wäre sicherlich schon mal ein Anfang. Und so lässt mich, kurz vor Weihnachten, Benetton mal wieder träumen von einem perfekten Fest der Liebe. Gäbe es eine Skala, an der man den Grad der Perfektion einer Kampagne ablesen kann, würde ich hier gerne 100 Punkte vergeben. Auch hier bleibt es eine hohe Kunst, mir all diese teilweise sehr unsympathischen und älteren Menschen so in einer Werbung zu zeigen, dass man nicht per se angewidert ausspuckt. Denn Küssen sieht in jungen Jahren auch immer besser aus.  Zumindest auf den Fotos, die einem die Werbung sonst so zeigt.

Unhate Benetton USA VenezuelaBleibt die Frage, wie es mit dem aussieht, um was es eigentlich in der Kampagne geht, nämlich Pullover zu verkaufen. Ob es dort genauso funktioniert, war bei Benetton von je her die Frage. Ich glaube sogar, dass der Chef von Benetton einmal gesagt hat, dass es letztendlich ab einer bestimmten Bekanntheit und Firmengröße ziemlich egal sei, ob sie Werbung machten oder nicht. Und auch was dieWerbung zeigt sei dann egal und daher möchte er eben, dass da Dinge gezeigt werden, die er für wichtig hält.  Indirekt hat er damit auch dem eigenen Pulloververkauf eher genutzt als geschadet. Denn die Marke wurde dadurch sicherlich immer bekannter.

Unhate banned Pope Iman

Alle Motive der Kampagne und alles weitere gibt es auf den Seiten von Benetton. Und weil Benetton  jetzt das Plakat mit dem Papst  zurück zieht, ist es natürlich um so erfreulicher, dass man im Internet eigentlich nix mehr zurück ziehen kann.  Das Papst-Iman Foto findet sich zum Glück überall im Internet, z.B. hier: http://deadcatbounce.blogsport.de/2011/11/17/liebe-statt-hass/ Oder man bemüht die Bildersuche von Google mit den Suchworten: Benetton, Unhat und Papst z.B.  Die Kampagne hat auch ein Video. Und in dem spielen keine Promis die Hauptrolle.  Aber seht selbst.

 

24Sep/09Off

Entschuldigung!

Liebe Leser dieses kleinen, leider noch sehr bescheidenen Blogs.  Ich möchte mich entschuldigen, dafür, dass es hier seit Monaten nicht mehr weiter geht. Ich hab da ein paar Zeitprobleme und das hier soll und will ja nur ein Hobby sein.

Kurze Information zum letzten "Versuch", neuen Stoff zu sammeln für diesen Blog.

Ich hatte mir vorgenommen alles fein säuberlich  zu sammeln was mir so über den Zeitraum von vier Wochen in den Briefkasten gestopft wird.  Also alles abgesehen von der Post natürlich. 🙂

Leider war der Zeitpunkt nicht besonders gut gewählt. Denn egal wie, vor den Wahlen wäre das ganze einfach nicht repräsentativ.

Mich stört da oft die Materialschlacht. Vorallem sogar die  eher kleinen Zettel.  Ich werfe das ganze Zeug in der Regel weg.  So wie mindestens 95% aller Empfänger. (Eventuell sogar noch deutlich mehr. Bei Blindmailings lag die Erfolgsquote lange Zeit mal im Promillebereich, heißt also von tausend Zetteln führt einer bis zwei zum Erfolg.  Genaue aktuelle Zahlen kenne ich grade nicht. )

Das Problem dabei ist, dass mit dieser Quote trotzdem noch so viel "Gewinn" gemacht wird, dass sich der Rest lohnt. Theoretisch ja ein Argument für die Effektivität dieser Werbung.

Ich kann mir aber nicht helfen, aus ökologischer Sicht, gehört so was verboten. Unzählige Bäume müssen dafür ihr Leben lassen, Drucker müssen an Schwermetalvergiftung sterben und so weiter. Gut fürs Klima ist das sicher auch nicht. Und von den vielen Botschaften, wen und was ich da alles beachten soll noch garnicht gesprochen.

Ich könnte ständig mein nicht vorhandenes Auto verkaufen und meine nicht kaputte Waschmaschine oder Kühlschrank entsorgen. Außerdem hab ich das Gefühl meine Hausverwaltung könnte mich los werden wollen, denn ich hab jede Woche mindestens 5 Zettel im Briefkasten die mir beim Umzug helfen wollen. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt. Aber eins ist sicher. Der ganze Zettelkram hat mich bisher schon so genervt, dass ich auch in dem Fall, das ich einen von diesen Diensten jemals brauche, sicher keinen von den Zettelwerbern nehmen werde. Also aus Werbesicht ein Schuß ins Knie.  Ich denke es wird einigen so gehen, auch wenn mir schon klar ist, dass wohl immer noch genug Leute, denen gerade die Waschmaschine kaputt ging oder ähnliches "froh" sind über die Zettelwirtschaft.

Weiter geht es mit den Werbeblättern der Supermärkte. Die lese ich wiederum, denn man muss ja wissen wo man noch ein paar cent sparen kann beim EK. Umgerechnet ist das zwar meist auch völliger Irrsinn, wegen 3 bis 5 Cent pro Irgendwas ne halbe Stunde länger, bis zu nem anderen laden und wieder zurück zu gehen. Meist ist der Spareffekt schon wieder weg, wenn man in dem Laden noch etwas zusätzlich findet, was man gar nicht gesucht hat. Aber ok, das ist klassische Werbung und ja durchaus noch sehr verständlich. Ich würde sogar fast behaupten wollen, das diese Schweinebauchanzeigeblätter, den Takt in unserem Land vorgeben. Sie bestimmen, wann Herbst ist, nämlich wenn der Laubsauger, oder Laubbläser im Angebot ist. Sie legen fest, wann man Schulsachen kauft, auch wenn die das ganze jahr über womöglich viel billiger im Regal liegen. Und Sie bestimmen ab wann geweihnachtet wird. Darüber hinaus legen Sie alle Hobbys und ihre Zeit fest, vom Reiten bis zum Golfen mittlerweile, vom Angeln bis zum Malen. Alles hat jedes Jahr seine Woche. So wie bis heute jeder weiß das es zweimal im Jahr bei Aldi Rechner gibt. Obwohl ich mittlerweile das Gefühl habe da stehen immer welche rum wenn ich da reinkomme. Das schöne bei diesen Anzeigeblättern funktioniert der "Keine Werbung" Aufkleber auf dem Briefkasten meist sogar weitestgehend. Also wenn ich was für die Umwelt tun wollte könnte ich das mit einem Aufkleber lösen.  Die kleinzettler halten sich da aber eben sowieso nicht dran.

Aus der Sicht einer Werbeagentur sind solche Anzeigenblätter womöglich noch eine Art Cashcow, denn die kann der Printpraktikant setzen und man kann den Unternehmen jede Woche ne Rechnung schreiben. Es ist keine Schöne Arbeit in der Katalogproduktion, aber es sichert das verdammt schicke Büro. Gegen diese kleinen Zettel aber, sollten selbst die Werbeleute was haben.

Sie tragen deutlich zu einer Reizüberflutung ihrer so begehrten Kunden bei. Wenn sie kein 5 Kilo Probepäckchen des neuen Waschmittels mehr mit beilegen, gehen auch sie in so einem Breifkasten einfach unter.  Also muss man sich immer neuere und teurere eigenen Ideen einfallen lassen, die auch nicht unbedingt ökologisch sinnvoller sind.

Ein haptisches Erlebnis muss eben her.

Alternative ist nur, die Finger komplett weg zu lassen vom Briefkasten. Das haben ja viele Unternehmen auch längst getan. Leider aber nicht die Zettelfreaks. Und somit machen Sie den "Markt" für die großen Unternehmen dauerhaft kaputt. Was bleibt sind überfrachtete potentielle Kunden, die der Werbetreibende jetzt an anderer Stelle penetrieren muss. Und tut er es, so macht der Möchtegernkunde immer mehr zu. Ein Teufelskreis.

Nach dem großen Motto, gebt dem Kunden wieder Luft zum Atmen, damit er eure Perlen auch erkennen kann, sollte sich die Werbeindustrie einfach mal für ein halbes Jahr komplett zurück ziehen. 🙂 Einfach mal garnichts machen, alle gemeinsam und die Kunden werden euch anschließend wieder an den Lippen, Bildschirmen und Anzeigen kleben. Nur so ne Idee.

Der ähnliche Effekt wie beim Briefkasten setzt bei mir auch in der Fußgängerzone ein. Ich kann kaum über den Alexanderplatz laufen ohne von mindestens 2  NGOs, 3  Zeitungen und auch noch dem ein oder anderen religiösen "Spinner" oder auch Telefonvertragsdrückerbanden angesprochen zu werden. Bis ich am Bahnhof bin, muss ich schon dreimal die Welt gerettet haben, die Printindustrie und die Journalisten gerettet haben und nebenbei auch noch zu Gott, oder wem auch immer gefunden haben und sämtliche Berliner Obdachlose und die rumänischen "Speakenglishsch" aus dem Elend geholt haben. Dabei wär ich oft schon froh wenn ich einfach nur in ne S-Bahn steigen könnte.

Ist es, als Unternehmen, wirklich so klug, ein Heer von völlig verzweifelten Praktikanten und Studenten dazu zu verpflichten in Drückermethoden, wie Bettler und Obdachlose, neue Abschlüsse zu liefern?

Ich hab für den Alexanderplatz beschloßen mich definitiv nur noch von Punks anschnorren zu lassen, nicht von weltweit agierenden Unternehmen, wie dem WWF, oder auch nur den Maltesern z.B. Auch werd ich mir sicher kein Zeitungsabo anschaffen nur weil mir ein Student am Bein hängt bis in den Bahnhof und jammert, das er seine nicht vorhandenen Familie nicht ernähren kann.

Unternehmen die solche Methoden für sinnvoll halten, weil ja schließlich die Zahl der Abschlüße überzeugen, wenn die Drücker überleben wollen, sollten sich ihrer Sozialen Verantwortung bewußt werden. Und zwar nicht nur die Verantwortung,  gegenüber von Tieren, Kindern, Umwelt, Zeitungen, oder Telefonverträgen, oder gar des Weltfriedens.

Sondern vielleicht auch mal die Verantwortung gegenüber dieser armen Geschöpfe die da tagtäglich auf der Straße rumlungern müssen, in eurem Namen. Den "Besten" ein dauerhaftes Praktikum zu versprechen ist da echt zu wenig, finde ich.  Die Methoden schaden eurem Image mehr als sie nützen auf Dauer. Nicht nur das ihr die Leute ausnutzt. Ihr macht auch den MArkt für die Leute die wirklich auf die Spenden angewiesen sind, wie eben z.B. die Obdachlosen und Drogenabhängigen kaputt. Dann könntet ihr die eigentlich konsequenterweise gleich vor den Bus schubsen. Kommt aber glaube ich auch nicht so gut an für eine Tierschutz, Mesnchenschutz, oder Umweltschutz organisation.

Es beginnt definitiv gerade zu kippen. Ihr macht schon euer sauer aufgebautes Image mit diesen Methoden kaputt. Schnell drüber nachdenken,  während eure Controller noch behaupten alles bestens, jeden Tag mehr Abschlüsse. Aber zu welchem Preis?

Zurück zu meinem Versuch die Werbung aus dem Briefkasten zu sortieren und zu sichten, wie es als Spotter meine Aufgabe ist.Ich werde dasin nächster Zeit erneut versuchen. Es sollte im Oktobereher repräsentativ sein,als jetzt vor den Wahlen.

Apropo Wahlen. Wäre auch ein schönes Thema gewesen. Leider schaff ich das nicht mehr. Ich wollte eigentlich durch die Stadt fahren und auch hier nochmal Fotos von allen Werbeplakaten aller Parteien machen. Sollte jemand wissen wo man die Motive bekommt. Natürlich bei den jeweiligen Parteien, schon klar. Teilweise sogar im Internet zum Download. Da ich aber faul bin suche ich natürlich jemanden, der wirklich alle Motive des Wahlkampfs gesammelt hat. Denn die Motive und Aussagen haben sich ja geändert im Laufe des Wahlkampfs. Ist euch gar nicht aufgefallen? Stimmt war auch schwierig. Aber war so. Wer also alle Parteiwahlwerbung gesammelt hat, sagt mir bitte Bescheid. Da wollte ich noch was schönes drauss machen. 🙂

14Mai/09Off

Zielgruppendefinition

Ich will mich heute mal nur schriftlich melden.
Demnächst gibt es dann auch wieder Multimediales.

Die kurze Geschichte von der Zielgruppe, oder wie dir zwei kurze Telefonate den Tag versauen können.

Kennt Ihr das? Das Telefon klingelt und eine freundliche Stimme fragt, ob du dich gerne mal von Ihr umfragen lassen würdest.  Ausnahmsweise ist man richtig gut drauf, hat 5 min, und denkt, ach warum nicht?
"Super" freut sie sich die Dame am Telefon. "Es geht um Musik!"
"Super", freu ich mich und denke, na wenigstens is es auch mal wieder was witziges, was spannendes und was zum Spielen.  🙂
Schon beginnt die Fragerei:

"Sind sie zwischen 14 und 29 Jahren alt?"
"Öhhh?, neeeee!"
"Echt nicht? Ach wie schade,  dann können sie gar nicht mit machen bei unserer Umfrage. Gibt es sonst jemanden  in Ihrem Haushalt in dem Alter?"
"Öhhh?, neeeee!"
"Ja?, das ist ja schade! Kann man nix machen. Trotzdem schönen Tag noch."

Na toll, kaum ist man älter als 30 hat man keine Ahnung, kein Gefühl mehr für alles was "in" ist und wohl auch kein Interesse mehr an Musik wie mir scheint. Ok, werd ich wohl damit leben müssen.

Wenige Stunden später ein erneuter Anruf. Diesmal ein gezielter Werbeanruf.

"Hier ist der Malteser Hilfsdienst und wir würden Ihnen heute gerne unser Notruftelefon vorstellen für Zuhause! Sind sie denn schon Senior, oder mindestens 65Jahre?"
"Öhhh?, neeeee!"
"Ach?  Schade, und sind sie dann vielleicht krank oder andersweitig hilfsbedürftig?"
"Öhhh?,neeeee!"
"Ach? Das tut mir aber leid, schönen Tag wünsch ich Ihnen noch."

Es gab mal eine Zeit in der ich mich ein wenig drauf gefreut habe endlich aus der "Werberelevanten Zielgruppe" der 14 - 49 Jährigen heraus zu fallen. Hätte Herr Thoma diese Zielgruppe damals nicht einfach mal erfunden um die Quoten seines RTL Senders zu schönen für die Werbeindustrie, hätte mich wohl nie jemand so eindeutig in Schubladen ordnen können. Wie gesagt, Ich hab mich mal ne Zeit lang darauf gefreut, da endlich raus zu fallen und stolz sagen zu können, das mich das alles nix mehr angeht.
Aber nix da.
Längst hat man neue Zielgruppen gefunden. Zum Beispiel jetzt die "Best Ager". Sehr witzig, die beginnen ab 50 Jahren. Also kann man durchgehend von einer in die nächste Zielgruppe fallen und  das versprochene Desinteresse an mir als Kunden bleibt also ganz sicher aus. So ein Mist.
Nach den beiden Telefonanten, weiß ich, dass auch die Phase dazwischen nicht besonders angenehm ist. Man fühlt sich so? , so? , unnütz! Wenn man weder zu den Jungen gehört noch zu den Alten. Niemand lässt einen Mitspielen und mir beweißt das leider nur, das ich wirklich langsam in die Jahre komme.

Nun ja, bleibt mir nur noch mir die obligatorischen Sprüche aufs T-Shirt drucken zu lassen.

"Ich bin fast vierzig, bitte helfen sie mir über die Straße!"

und natürlich,

"Ich werd nicht älter, nur besser."

Vieleichgt ruft mich ja dann bald die "BlödeSpruch auf T-Shirt" Industrie an, denn schließlich dürfte ich jetzt genau in deren Zielgruppe fallen, die, "Ja ich hab nen saublöden Spruch auf dem Hemd, aber ich trage Ihn voller Stolz!"-Gruppe. Oder die  "Das ist keine Verzweiflung, sondern nur der Ausdruck meiner immer noch vorhandenen Jugend" - Gruppe.
In diesem Sinne, bis die Tage.

P.S.: Dann gibts was auf, oder besser, aus dem Kasten. Ich sammele schon fleißig all das, was ich sonst direkt aus dem Briefkasten in den Mülleimer entsorge. Da sind auch vielel Komiker unterwegs, die mir mit jeder Menge Zettel ne Freude bereiten wollen.

11Apr/09Off

Eine Geschichte voller Missverständnisse

Ok, vielleicht ist das ja eine Geschichte die ich wirklich nicht verstehe. 🙂 Aber wie auch? Es gab eine Zeit, da haben sich selbst Jungs nen Tampon gewünscht, weil man damit reiten, schwimmen, tanzen (nee, ok, das hat die Jungs nicht interessiert), Tennis spielen und sehr viele andere Dinge damit machen konnte. Warum das Mädels teilweise nicht konnten, war damals völlig unklar. Dann kam OB und hat uns alle Aufgeklärt.

Er bleibt nicht aussen vor wie eine Binde und wir wissen, auch dank vieler Comedians wie Michael Mittermeier, dass Frauen alle vier Wochen blaue Ersatzflüssigkeit aus den Händen tropft. Das war der damalige Umgang mit "Sauber und Diskret". Ähnlich wie dieses kleine Stück Watte ziemlich viel für die bewegten Frauen getan hat, hat dieser Spot wohl auch ziemlich viel in der Werbewelt verändert. So "sachlich" war Werbung eigentlich vorher nicht und nachher auch nicht mehr. Und trotzdem ging ein Aufschrei durch die Nation. Man kann doch keine Werbung für so ein Produkt machen, hieß es. Heute sind selbst Werbespots für Intimwaschlotion schon völlig normal im Fernsehen und, es kräht kein Hahn danach. Also keiner außerhalb der Zielgruppe.

Allerdings muss die Binde heute längst nicht mehr zurückstecken hinter dem Tampon. Längst hat sie aufgeschloßen.

Auch mit Binden kann man heute Singen, Laufen und Feiern. Und noch viel mehr. Einer Binde sind längst ultra dünne Flügel gewachsen (wahrscheinlich zu viel Red Bull getrunken). Darüber hinaus sind sie mit Beschichtungen ausgestattet, die selbst den hochpolierten Lack ihres aufgemotzten Autos vor der Haustür wie Schmirgelpapier erscheinen lassen. Ihre Comfortzonen lassen Ihre Loungeecke im Wohnzimmer aussehen wie eine kaputte alte Parkbank und Ihre Saugkraft ist unübertroffen. Wenn man die Flüßigkeit irgendwo auch wieder rausbekäme aus so einer Binde, wären sie wahrscheinlich längst gefährliche Konkurrenz für den Tetrapak denke ich. So ausgestattet ist es kein Wunder, dass eine Binde ihre Trägerinne wie auf Wolken durch den Tag trägt. Wenn man sich diese Werbung so ansieht hab ich mir, fast wie damals den Tampon, mittlerweile schon oft eine Binde gewünscht. Manchmal erwische ich mich dabei wie ich im Supermarkt um das Regal mit den Binden einen Tick zu lang ins Träumen komme.
Die Frage bleibt allerdings, ob das bei der Zielgruppe auch noch funktioniert? Und das würde mich ehrlich interessieren. Ist das einer jungen modernen Frau von heute überhaupt alles noch wichtig oder überhaupt glaubwürdig? Diese ganzen neuen Innovationen? Seit neustem kann man im Slip auch noch Autoscouter fahren, ohne die Binde zu verlassen.

Richtig toll ist natürlich der neue Slogan. Hier im Spot auf Englisch: Have a happy periode, always!
Auf deutsch heißt dass dann: Machen Sie sich schöne Tage, Always! (Leider funktioniert das Wortspiel nur auf Englisch. Etwas was man "nur" alle 4 Wochen braucht auf Deutsch "Immer" zu nennen hat man uns ja zum Glück erspart.)

Machen Sie sich schöne Tage, könnte allerdings auch der Werbeslogan für einen Kurzurlaub, oder einen Billigflieger sein, oder? Heißt das dann im Umkehrschluß, das die Periode bei Mädels in Zukunft die selben Attribute bekommen soll wie ein Kurzurlaub? Hmm, egal wie, ich glaube so ganz langsam wird es wirklich Zeit die Geschichte der Missverständnisse um zu schreiben. Tampons sind out. Binden sind das neue Wundergerät. Es ist schon erstaunlich was da in den letzten Jahren passiert ist auf dem Gebiet. Ebenso überraschend ist für mich aber auch, dass wohl ausser always immer noch niemand sonst für dieses Produkt wirbt, oder? Gibt es echte Konkurrenz in disem Bereich? Außer den billigeren Nachbauten und Eigenmarken die so ein Supermarkt noch im Programm hat und die ja oft vom selben Hersteller kommen wie die Markenprodukte heißt das also, dass mit der always Werbung vorallem Werbung für ein Produkt ohne Konkurrenz gemacht wird. Ist das Sinnvoll?
Bedingt ja, denn wüssten sie sonst was ihre Binde noch so alles kann?
Allersdings habe ich auch noch eine Hoffnung für den Tampon gefunden mit dem er sich längst verloren geglaubten Marktanteil zurück erobern kann. Viel Spass damit.

Kleiner Nachtrag:
Die Geschichte wird einemin der Werbung zwar als ziemlich kombliziert verkauft. Aber Selbst Disney hat die Geschichte der menstruation in ca. 10 Minuten Video erklären können. Das Video war wohl lange verbannt, weil es irgendwo nicht ins Disneyimperium passte. Aber es ist im Internet natürlich wieder aufgetaucht und ich denke Disney muss sich dafür nicht schämen.

1Apr/09Off

Zu Beginn gibt es erst mal was auf die Ohren

Zu beginn geht es um eine uns allen bekannte Elektrofachmarktkette. Diese hatte auf Ihrer Internetseite eine Auswahl ihrer Radiospots zum Download bereit gestellt und wenn man die Spots hört kann man sich ein Grinsen einfach nicht verkneifen. Die Spots sind toll.

Service

Wäre das nicht toll? Der Spot steigert sich so rein, dass man sich das wirklich wünscht. Auch wenn ich sagen muss, das ich denen das natürlich nicht wirklich abkaufe am Ende. Zu tief sitzen alte Erfahrungen einfach im eigenen Kopf,was den Service von großen Unternehmen angeht. Aber mit dem Spot verfällt man schon fast in "romantische" Schwärmerei wenn man das so hört.  Auch der zweite Spot ist nicht schlecht und schlägt in die selbe Kerbe.

Beratung

Diese beiden Spots sind einfach weltklasse. Ich würde mir das so sehr wünschen wenn es wirklich so wäre. Man kommt wirklich ins träumen, von einer besseren, einer perfekteren Welt. Allerdings wird es bei mir ab dem dritten Spot dann wieder ein völlig anderes Gefühl. Der dritte Spot erreicht bei mir leider nicht einmal im Ansatz sein Ziel.

Auswahl

Dieser Spot macht mir Angst. "Die vollen Regale, die wunderbare Technik.... sie können so viel kaufen das ihre Familie bis Februar mit auspacken beschäftigt ist..... Es ist die Freiheit die wir auf Paletten servieren...." Sind nur einige Stichworte die bei mir eher negative Gefühle auslösen. Mir ist schon klar, das ja auch die ersten beiden Spots wunderbar übertrieben sind. Aber die Wirkung ist eine völlig andere wenn es sich jetzt um die "Auswahl" dreht. Dieser Spot setzt mich als Kunde ziemlich unter Druck. Wenn ich nicht auf der Welle technischer Innovationen surfe, dann bin ich weg vom Fenster, dann saufe ich ab ins Meer der vergessenen Seelen. Der Spot wird einen schärferne Cutt setzen. Er wird Käufer und Nichtkäufer schaffen, während die beiden ersten Spots noch "einfach nur" eine positive Stimmung vermittelten. Im Besten Fall war dieser Spot dann wohl wirklich kurz vor Weihnachten on Air.

Und der vierte Spot ist dann schon wieder sehr differenziert zu betrachten.

Preis

Da beim dritten Spot mein Hirn leider wieder eingesetzt hat und ich nicht mehr nur in meinen Wunschträumen spaziere lässt mich der Umgang mit den Preisen bei MediaMarkt natürlich doch ein wenig nachdenklich zurück. Wenn jemand den Preis dermaßen Drückt und schlägt und klein macht, dann muss das irgendwer anderes doch bezahlen, das weiß jeder. Je niedriger der Preis ist, desto eher wird er mit "bösen" Mitteln erzwungen worden sein. Da nutzen auch Krönchen und Schärpen nichts mehr.  Und ehrlich gesagt will ich mittlerweile auch definitiv nicht mehr sparen wenn ich schon einkaufen gehe. Weil seit so vielen Jahren Geiz geil ist hab ich jetzt einfach keine Lust mehr noch mehr zu sparen.  Schon gar nicht wenn ich mir und meinen Liebsten Weihnachtsgeschenke kaufen gehe. Denn das Geld investiere ich doch in mich selbst und meine Familie und Freunde, wer wird den da noch sparen wollen? Nachdem alle durch so viele Jahre des Sparens gegangen sind, ist es doch jetzt wieder an der Zeit in sich selbst zu investieren. Daher sind wohl auch die beiden ersten Spots auch jetztimFrühling noch spannend. Denn ich habe wirklich das Gefühl, da reißt sich jemand den Ar... auf nur damit es mir gut geht. Und das ist wohl das tollste Gefühl was man verkaufen kann.

Werbespots funktionieren nun mal auch sehr häufig über die Ohren. Die meisten Spots sind ohne Ton kaum vorstellbar.  Ein Fernsehspot muss sehr viel Aufwand betreiben um um Ihre Aufmerksamkeit zu buhlen. Er muss das Handy ausstechen, die Freunde und Familie auf der Couch neben ihnen und natürlich am besten auch noch funktionieren wenn sie den Spot gar nicht sehen, sondern kurz im Bad verschwinden, deb Ton des Fernsehers aber trotzdem hören. Vielleicht ist es daher nur konsequent den Werbespotterblog mit den Spots für die Ohren zu beginnen. So macher Ohrwurm kam aus der Werbung. CDs mit den besten Werbesongs waren in den neunzigern der Hit im CD Laden.

Dazu habe ich noch ein paar interessante Links im Netz gefunden. Wer also wissen will wie der Song aus der Werbung denn nun hieß und ob man den irgendwo kaufen kann, der sollte hier suchen:

Werbesongliste

Für mich "die Mutter aller Werbesonglisten" den diese Liste gibt es schon seit vielen Jahren im Netz. Und hier hab ich schon den einen oder anderen Song gefunden, bei dem ich nie gedacht hätte das man den Namen dazu heraus bekommt.

Werbesongs.tv

Auch eine sehr gute und ambitioniert gemachte Seite finde ich. Man merkt das da viel Arbeit drin steckt und sich jemand wirklich um die Seite und Ihre Einträge gedanken macht. Oft sehr spannende Verküpfungen direkt zum Spot auf Youtube, oder der Produktionsfirma oder ähnlichem.

Werbespotsongs

Die Seite ist noch nicht so umfangreich wie die beiden anderen. Unter Umständen haldelt es sich bei dem Projekt auch "nur" um einen gut getarnten Amazonshop. Aber immer hin. Zu den meisten Titel gibt es bei Amazon auch Hörproben und vorallem fallen hier die direkten Mitmachmöglichkeiten auf. (zumindest Werbesongs.tv hat die auch, aber hier scheinen sie besser und einfacher zu nutzen.) Im Mitmachen liegt dann auch wieder der Vorteil und vielleicht wächst die Community dort ja relativ schnell.

So, das war der erste Beitrag zum Hörspot und bald gehts dann weiter auch mit Spots sehen.

Apropo mitmachen! Gilt natürlich hier auch. Jeder der möchte kann das gerne tun. Kommentare schreiben, Wünsche äussern und so weiter. Ihr wisst doch wie interaktiv funktioniert   😉

15Feb/09Off

Herzlich Willkommen!

Was will der Werbespotter?

Wir leben heute in einer Zeit in der uns Werbung an jeder Ecke begegnet. Pop-ups springen uns im Internet vor die Augen, unsere liebsten Fernsehsendungen werden ständig für Werbung unterbrochen, der Briefkasten quilt über vor Zettelwirtschaften und selbst auf unseren T-Shirts halten wir den freundlichen Hinweis auf den Hersteller eigentlich schon gar nicht mehr für Werbung. Aber er ist es. Nix als schnöde Werbung. Der Werbespotter möchte hier ein paar Werbespots zeigen und erklären. Gute werden gelobt, Schlechte gedisst. Werbung ist ein spannendes Feld und je besser wir Verbraucher wissen was das alles soll, desto schwerer wird es für die Werbung der Fallensteller und Trickbetrüger. Außerdem haben es die seriösen Werber einfacher und können sich auf wirklich schöne und kreative Ideen konzentriren, weil sie wissen das ihr Publikum ein aufgeklärtes Publikum ist und nicht mehr nur auf die hereinfällt die am lautesten schreien oder am schrillsten und buntesten sind.

Es gibt gute Werbung

Es gibt sehr nervige Werbung

und es gibt den Werbespotter der sich beides "antut"  um anschließend hier darüber zu berichten.

Spotter sind ja bekanntlich so was wie Beobachter.  Aber zum Glück liegt der Spott ja auch nicht so weit weg.  😉

Es sollte also Unterhaltsam werden und informativ.

Bald geht es los. Wir sind schon eifrig am sichten und extrahieren.